Inhalt

Ab 80 Jahre: Anmeldung und Anreise zum Impftermin

Veröffentlicht am:

Ausschnitt: Arzt mit Kittel und Handschuhen setzt Spritze auf Arm einer Patientin

Korschenbroicher Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahren können sich ab dem 8. Februar im Impfzentrum Neuss gegen das Corona-Virus impfen lassen. Terminvereinbarungen sind ab dem 25. Januar über die Internetseite www.116117.de oder per Telefon unter 0800/116 117 01 möglich.

In den Seniorenzentren im Rhein-Kreis Neuss und im Korschenbroicher Stadtgebiet haben die Impfungen bereits begonnen. Nun sind auch alle Seniorinnen und Senioren ab 80 an der Reihe, die nicht in einer solchen Einrichtung leben. „Seit Wochen sehnen viele die Impfung herbei. Ich bin froh, dass der Impftermin nun für die ersten Korschenbroicher und Korschenbroicherinnen konkret wird“, so Bürgermeister Marc Venten.

Das Impfzentrum des Rhein-Kreises Neuss nimmt in der Hammfeld-Halle am Berufskolleg für Technik und Informatik in Neuss seinen Betrieb auf. Alle Impfberechtigten erhalten in diesen Tagen Post, mit der sie von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Landes-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann dazu eingeladen werden, das  Impfangebot zu nutzen. „Mir liegt daran, unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger persönlich über das freiwillige und kostenfreie Impfangebot zu informieren. Nur durch Impfungen kann es uns gelingen, die Corona-Pandemie einzudämmen und später auch endgültig zu überwinden. Dazu müssen aber möglichst viele Menschen das Angebot einer Impfung annehmen“, sagt Petrauschke.

Ambulante Pflege und Rettungskräfte würden noch gesondert angesprochen und erhielten in den nächsten Wochen ebenfalls ein Impfangebot. „Wichtig ist, dass insbesondere in Heimen die Infektionen zurückgehen. Dort ist eine hohe Impfquote wichtig“, so der Landrat. Er betont, dass in Senioren-Heimen weniger als ein Prozent der Bevölkerung wohnen, aber 40 Prozent der Todesfälle zu beklagen sind. „Wir werden daher auch allen Mitarbeitern, die in den Einrichtungen noch nicht geimpft sind, ein erneutes Impf-Angebot unterbreiten“, so Petrauschke.

Aufgrund der begrenzten Menge des verfügbaren Impfstoffes werden nicht alle Berechtigten sofort einen Impftermin bekommen. Dies werde aber innerhalb der nächsten Wochen erfolgen. Auch kann es in der Startphase zu Wartezeiten bei der Anmeldung kommen. Es wird empfohlen, das Internet anstelle des Telefons zu nutzen. Das Impfzentrum wird in der Startphase noch nicht voll ausgelastet arbeiten können, hat aber später eine Kapazität von täglich bis zu 1200 Impfungen.

Die Anmeldung zur kostenlosen Impfung ist ab dem 25. Januar und ausschließlich über die Internetseite www.116117.de oder per Telefon unter 0800/116 117 01 möglich. Bei weiteren Fragen können sich Impfinteressierte auch an die Corona-Hotline des Kreisgesundheitsamtes wenden. Unter der Rufnummer 02181/601-7777 ist diese montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr erreichbar.

Wer nicht mobil ist und auch von niemandem aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis transportiert werden kann hat die Möglichkeit, sich beim Hausarzt nach dem Anspruch auf einen Taxi-Schein zu erkundigen. Dies ist in der Regel der Fall, wenn ein Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ vorliegt oder eine Einstufung in den Pflegegrad 3 (mit dauerhaften Beeinträchtigung der Mobilität) , 4 oder 5.

Wer über einen Berechtigungsausweis für den Behindertenfahrdienst des Rhein-Kreises Neuss verfügt, kann diesen Fahrdienst nutzen. Am besten vereinbart man über die gewohnte Telefonnummer eine Abholzeit, sobald ein Impftermin vorliegt. „Die Fahrt zum Impfen wird nicht auf Ihr Kontingent angerechnet“, erklärt Petrauschke in seinem Brief.

Sollten alle genannten Transportmöglichkeiten zum Impfzentrum nicht in Anspruch genommen werden können, hilft die Seniorenbeauftragte der Stadt Korschenbroich gerne weiter. Petra Köhnen ist per Mail unter petra.koehnen@korschenbroich.de und telefonisch unter 02161 613-169 erreichbar und koordiniert entsprechende Fahrdienste.