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Die neue Feuerwache ist bald fertig

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In der Mittagssonne riecht es nach frisch gewalztem Bitumenbelag. Die  Asphaltierungsarbeiten gehen voran, der Parkplatz und die Beleuchtung werden angelegt. Lichtdurchflutet präsentiert sich bereits die Fahrzeughalle und in den weiteren Innenbereichen rücken bereits die Trockenbauer, Fliesenleger und Sanitärfachleute an. Schulungen und Fortbildungen kann man sich hier bereits gut vorstellen. Das Bauvorhaben „Neue Feuerwache Kleinenbroich“ geht mit großen Schritten seiner Vollendung entgegen.

„Wenn alles so weiterläuft, können wir das Bauwerk Ende September an die Feuerwehr übergeben“, freut sich Heinz-Josef Maaßen vom Amt für Gebäudewirtschaft und Klimaschutz. Er hat das Projekt von der ersten Stunde an begleitet. „Nach der Übergabe können die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr die Räume einrichten – voraussichtlich Ende Oktober wird – wenn alles planmäßig abläuft - das Fünf-Millionen-Objekt den Betrieb aufnehmen.“

Wie beim Bauen üblich, gab es „viele gute und auch einige wenige schlechte Überraschungen“ während der Bauphase. Positiv hervorzuheben ist, dass am Bau viele fachlich versierte Firmen beteiligt sind sowie die durchgängig ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. „Mit der Innenausstattung kommen wir ebenfalls gut voran“, sagt Feuerwehrchef Frank Baum. „Die Küche ist schon angekommen und wird gerade zwischengelagert. Für viele andere  Gegenstände, die für die Büro- und Werkstatträume vorgesehen sind, wurden uns Liefertermine für August zugesagt.“

Das moderne Gebäude präsentiert sich mit seiner dunklen Fassade in aufgelockerter Form. Die Fahrzeughalle mit sechs Stellplätzen und Nebenräumen ist eingeschossig, der Sozialbereich zweigeschossig gebaut. Gerade angesichts der angespannten Versorgungslage im Bereich fossiler Brennstoffe verweist Amtsleiter Dietmar Tillmanns auf die 3 kWp  große Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie auf die Wärmepumpe mit einer Leistung von 32 KW. „Das ist wirklich zukunftsweisend, hierdurch kann der Energiebedarf des Feuerwehrgerätehauses hinsichtlich der CO2 Bilanz zu einem erheblichen Teil auch ökologisch Nachhaltig gedeckt werden“, so Tillmanns.

Die Nutzfläche der neuen Feuerwache in Kleinenbroich beträgt  insgesamt rund 985 Quadratmeter. Die Stellplätze sind mit den Abmessungen 4,50 m x 12 m mit einer Durchfahrtshöhe von 4,50 m  für Feuerwehreinsatzfahrzeuge vorgesehen. Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, ein Löschfahrzeug, ein Rüstwagen, ein Mannschaftstransportfahrzeug und das von der ganzen Stadt für die Jugendfeuerwehr genutzte Löschfahrzeug finden darin Platz – sowie ein von der Landesregierung zugewiesener neuer  Technik-/Logistik-Gerätewagen für die Korschenbroicher Feuerwehr.

Die eigentlichen Aufgaben des Löschzugs Kleinenbroich werden sich übrigens nicht ändern – aber die rund 80 Kameraden aus der  Jugendfeuerwehr, der Alters - und Ehrenabteilung sowie der Einsatzabteilung können sich auf zeitgemäße Arbeitsbedingungen mit vielen neuen Möglichkeiten freuen. In die wöchentlichen Baubesprechungen waren sie von Anfang an involviert. Ihr aktuell genutztes Gerätehaus in Kleinenbroich aus dem Jahr 1968 platzt längst aus allen Nähten und entspricht nicht mehr den Standards. Ähnlich sieht die Lage in Pesch aus – wo der nächste neue Feuerwehrstandort im Stadtgebiet entstehen soll. 

Foto: (v.l.) Dietmar Tillmanns und Heinz-Josef Maaßen vor der neuen Wache