Inhalt

KiTas: Kaum Kinderbetreuung – viel Konzeptarbeit

Veröffentlicht am:

Plakat im Außenbereich der KiTa: Wir halten zusammen, bleibt gesund!

Rund 20 Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufen gehen  derzeit in eine Korschenbroicher KiTa. Die meisten  Familienzentren und Kindertagesstätten der Stadt sind aktuell „kinderfrei“. Kein Singen, Lachen, Hüpfen, Spielen – es herrscht Stille in den Einrichtungen. Aber kein Stillstand.

Die Teams nutzen die Zeit für organisatorische Arbeiten, sie erstellen Bildungsdokumentationen, pädagogische Konzepte, sie entwerfen vor Ort oder im Homeoffice neue Projekte. Über die Homepages bleibt der Enge Kontakt zu den Eltern gewährleistet. Ganz praktische Dinge können angepackt werden, wie etwa die Neuorganisation der Bastelmaterial-Räume oder die Vorbereitung der künftig zu bepflanzenden Hochbeete in der KiTa „Am Hallenbad“. Für die verkürzte Vorbereitungszeit der künftigen Schulkinder werden spezielle Mappen vorbereitet sowie  Spiele für alle, die eine „Wiedereingewöhnung“ erleichtern sollen. Kreativ ist der  Kontakt zu den Kids: Sie  können etwa einen bemalten Stein vor ihrer KiTa ablegen und bekommen Anregungen zu einer neuen Bastelarbeit. Das Familienzentrum Pesch beispielsweise hat ein „Durchhalte-Heft“ mit vielen Spiel- und Bastelideen an die Kinder herausgegeben. Alle Einrichtungen verfügen über ein Bilderbuch, das die Corona-Krise kindgerecht erklärt.

Mit einem Durchhalte-Banner im Außenbereich macht die KiTa Auf den Kempen den Menschen Mut. Leiterin Petra Hoffmann kümmert sich mit ihrem Team täglich um drei bis fünf Kinder, „die es sogar ein Stück weit genießen, das große Reich jetzt für sich alleine zu haben und sich Spiele wünschen zu können, bei denen sie sonst vielleicht eher zu kurz kommen“. Jeweils zwei Kolleginnen kümmern sich um die Mini-Gruppe. Dass die Erzieherinnen Schutzkleidung tragen, irrtiert die Kids nicht. „Sie wurden zu Hause bestens darauf vorbereitet. Überhaupt muss ich die Eltern ausdrücklich loben, wie schnell sie von jetzt auf gleich auf die Ausnahmesituation reagiert haben und wie toll wir uns hier gegenseitig unterstützen,“ so Petra Hoffmann. Sie schätzt den intensiven, fachlich-kollegialen Austausch über pädagogische Fragen. Und freut sich jetzt schon auf ein großes Fest mit allen Kindern und Eltern, wenn man sich wieder treffen darf.