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Mundart hörbar gemacht

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Frau Otten und Herr Menzen mit Kopfhörern am Mikro im Tonstudio

Wie Korschenbroicher Mundart klingt? Das kann man sich jetzt auf der städtischen Homepage anhören! Ausgewählte Begriffe aus dem Buch „Unges Platt“ wurden vertont und stehen nun für den Hörgenuss und Selbstversuch zur Verfügung.

„Eigentlich wird Mundart immer dann gesprochen, wenn Alteingesessene zusammenkommen, Neuigkeiten austauschen oder von alten Zeiten erzählen“, weiß Bürgermeister Marc Venten. „Treffen mit mehreren Personen sind in diesen Tagen schwierig und umso mehr freuen wir uns, auf diesem Wege ein wenig Heimatsprache hörbar zu machen.“ Das Wörterbuch mit den Audio-Dateien findet man unter www.korschenbroich.de.

Die Aufzeichnungen der Mundartbegriffe fanden im Medienzentrum des Rhein-Kreises Neuss in Holzheim statt. Während Johannes Feser dort die Technik leitete, sprach Andrea Otten jeweils die Korschenbroicher Variante ins Mikro, Hans-Peter Menzen übernahm die Glehner Sprechweise der Begriffe. Klicken Nutzerinnen und Nutzer jetzt beispielsweise auf den Begriff „auseinander“, dann hören sie „utereen“ (gesprochen von Andrea Otten) und „usereen“ (gesprochen von Hans-Peter Menzen).

Das Online-Mundart-Wörterbuch stellt eine Auswahl dar und orientiert sich an den Vorgaben des „Unges Platt“-Autors Hubert Köhnen. Eindrücke von einer Sprache werden hörbar, die freilich je nach Wohnort, Straßenzug oder gar von Familie zu Familie variieren kann.

Das neue Angebot ist Teil der „Mundart-Offensive“ der Stadt Korschenbroich. Ein Flyer mit Mundartbegriffen und Redewendungen liegt bereits vor. Im nächsten Schritt folgt die Neuauflage des Buches „Unges Platt“, das in überarbeiteter Form und mit zahlreichen Fotos erscheinen wird. Auch die Idee, Ortseingangsschilder um den Mundartnamen des jeweiligen Stadtteils zu ergänzen, befindet sich in der Umsetzungsphase.