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Mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Kita`s in moderner Holzbauweise

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Gruppenfoto mit Bürgermeister Venten und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Kommunen und Akteure des Holzbaus in NRW informierten auf der Baustelle der 5-Gruppen "An der Niers-Aue" in Korschenbroich zum Bauen mit Holz.

Viele Regionen in Nordrhein-Westfalen verzeichnen einen deutlichen Bevölkerungszuwachs. Neben dringend benötigtem Wohnraum führt dies auch zu einem kurzfristig zu deckenden Bedarf an neuen Kitas und Schulen. Mit der 5-Gruppen Kita in Korschenbroich wird ein weiteres Best-Practice Beispiel zum Bauen mit Holz in den Kommunen von NRW umgesetzt. Anlass für Wald und Holz NRW gemeinsam mit den Bürgermeistern Marc Venten, Stadt Korschenbroich und Wolfgang Fischer, Stadt Olsberg sowie den Akteuren der Holzbranche im Rahmen eines Baustellengesprächs über den Einsatz moderner Holzbautechnologien zu informieren.

„Die Stadt Korschenbroich liegt in direkter Nähe zur Landeshauptstadt Düsseldorf und den Arbeitsplatzzentren entlang der Rheinschiene. Dementsprechend haben wir einen  Zuwachs an Neubürgern und jungen Familen. Durch die Vorfertigung in Holzrahmenbauweise wird die 5-Gurppen Kita mit ca. 100 Plätzen und einer Nutzfläche von rund 1.000 qm inkl. der Möbelierung und den Außenanlagen mit Spielgeräten innerhalb von 9 Monaten ab Ende September 2019 bezugsfertig sein. Die Kita aus Holz zeichnet sich durch einem hohen Wohlfühlfaktor und eine hohe Aufenthaltsqulität der Innenräume aus“, so Bürgermeister Marc Venten.

Zudem reduziert das Bauen mit Holz den Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgases CO2 . So speichert das in der Kita Korschenbroich verbaute Holz 151 Tonnen CO2. Dies dokumentiert der Beleg der CO2-Bank, welcher durch Matthias Eisfeld vom Landesbeirat Holz NRW e.V. anlässlich des Pressegesprächs an Bürgermeister Marc Venten überreicht wurde.

„Der moderne Holzbau ist Innovationstreiber beim ressourcenschonenden und klimafreundlichen Bauen“ fasst Johannes Schmitz, Zimmermeister aus Kaarst und Vorsitzender der Zimmerer Nordrhein die Entwicklung der letzten Jahre zusammen. So wurden eine Vielzahl von neuen Holzbauprodukten sowie Verarbeitungs- und Fertigungstechniken entwickelt und in den Markt eingeführt. „Die präzise Vorfertigung von hochdämmenden Decken- und Wandelementen erfolgt in der Werkhalle, wodurch kurze Baustellenzeiten und eine schnelle Projektumsetzung gewährleistet werden“, erklärt Josef Terhalle, Geschäftsführer der in Ahaus, Kreis Borken, ansässigen Terhalle Holzbau GmbH. In Bezug auf den Holzbau sehen beide Akteuere insbesondere in den urbanen Räumen von NRW noch erhebliche Potenziale, die es gilt weiter zu erschließen.

Wald und Holz NRW unterstützt nachhaltiges Bauen in den Kommunen und den Wissenstransfer zur Holzverwendung

„Das Bauen mit Holz leistet einen wichtigen Beitrag zu Beschäftiung und  Wertschöpfung in den ländlichen Räumen und zur Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen“, betont Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW. „Mit dem Beratungsangebot der Plattform Bauen mit Holz.NRW unterstützen wir die Umsetzung kommunaler Bauaufgaben und den Einsatz moderner Holzbautechnologien bei  mehrgeschossigen Wohnungsbauten, Aufstockungen und der Gebäudemodernisierung. Dies erfolgt im Rahmen der Clusterinitiative proHolz.NRW der Landesregierung“, so der Leiter von Wald und Holz NRW.

Als Partner der Holzwirtschaft engagiert sich Wald und Holz NRW zudem im Rahmen einer Kooperation mit den Akteuren des Zentrum HOLZ im südwestfälischen Olsberg. Gemeinsam mit der Stadt Olsberg, den Akteuren der Holzwirtschaft und dem angeschlossenen Holzbau-Cluster unterstützt Wald und Holz NRW im Zentrum HOLZ den Wissenstransfer zur Holzverwendung im Bauwesen.

Zentrum HOLZ in Olsberg

„Auch in der Stadt Olsberg besteht in Bezug auf Kitas Neubaubedarf. So wurde im Auftrag der hier ansässigen Kropf-Federath`schen Stiftung ebenfalls eine 5-Gruppen Kita in moderner Holzbauweise errichtet“ berichtet Bürgermeister Wolfgang Fischer. Gleichzeitig ist die Stadt Olsberg Kooperationspartner im Zentrum HOLZ. „In Südwestfalen liegen bundesweit bedeutsame Schwerpunkte der Forst- und Holzwirtschaft. Ziel der Partner im Zentrum HOLZ ist es, Südwestfalen als Kompetenzregion für den Rohstoff Holz weiter zu entwickeln und den Holzbau in NRW voranzutreiben“ erklärt der Bürgermeister.