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Mundart-Offensive gestartet

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Hans-Willi Türks, Marc Venten und Peter-Josef Steves mit dem neuen Flyer

„Hee bösste richtich“- so lässt sich „Herzlich willkommen“ sinngemäß auf  Korschenbroicher Platt ausdrücken. Diese und weitere Redewendungen finden sich im neuen Mundart-Flyer, der ab sofort in den Neubürgertaschen zu finden ist und in den Rathäusern ausliegt.

Auf humorvolle Weise wird „Neulingen und Neugierigen“ damit die heimische Muttersprache nähergebracht. Einsteiger finden darin auch die Bezeichnungen typischer Gerichte von „Kruutbotteramm“ (Scheibe Brot mit Rübenkraut) bis „Muurejubbel“ (gekochte und gestampfte Kartoffeln und Möhren untereinander).

Der Flyer ist ein erster Baustein in der „Mundart-Offensive“, welche die Stadt Korschenbroich in Zusammenarbeit mit der heimischen Mundart-Szene startet. Die örtlichen Vereine und Theaterbühnen verzeichnen gerade einen regelrechten „Boom“, wie Hans-Willi Türks und Peter-Josef Stefes berichten. Ihre Veranstaltungen sind in Windeseile ausverkauft. Auf diese „Welle“ springt die Mundart-Offensive auf. So sollen die Ortseingangsschilder mit einem Zusatz versehen werden, wie man im Norden der Bundesrepublik schon häufiger sieht. Der Stadtteilname steht dann unter der hochtdeutschen Bezeichnung nochmals in Mundart.

Dritter Baustein der Offensive ist die Überarbeitung des vergriffenen Werkes „Unges Platt“. Dieses Mundartwörterbuch soll in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Mundartarchiv Ludwig Soumagne des Rhein-Kreises Neuss bearbeitet und später auch digital mit Hörproben auf der Homepage der Stadt zur Verfügung gestellt werden. „Außerdem planen wir einen Imagefilm, der in Mundart kommentiert und mit hochdeutschen Untertiteln versehen wird“, kündigt Bürgermeister Marc Venten für das Frühjahr an. Über den Fortschritt der einzelnen Maßnahmen kann man sich schon jetzt unter „Mundart“ auf der Seite www.korschenbroich.de informieren.