Inhalt

Seniorenbeauftragte kann Mundmasken ausgeben

Veröffentlicht am:

Zwei Hände schieben eine Mundmaske unter der Nähmaschine voran

Schutzmasken sind Mangelware – darum hat sich die Facebook-Gruppe „Mundmasken nähen in Korschenbroich“ gegründet. Sie zählt bereits 186 Mitglieder und freut sich über Spenden und Unterstützung. Sie gibt Masken an Interessenten aus und kooperiert auch mit der Stadt.

Die Idee zur Initiative hatte Janin Engels. Sie arbeitet als Arzthelferin in Glehn und erkannte die prekäre Situation schon Mitte März: „Wir selbst bekamen in der Praxis nur knapp abgezählte Masken zugewiesen. Und die Patientinnen und Patienten wussten sich gar nicht zu helfen, da Masken in den Apotheken rasch ausverkauft waren.“ Nähen, nähen, nähen, schnell und unbürokratisch helfen - so lautete das Motto für Janin Engels. Schnell konnte sie auch Freundinnen und Freunde dafür begeistern. Außerdem suchte sie sich Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Organisation von Material-Nachschub sowie für den Vertrieb. Der funktioniert mittlerweile schon ganz gut. „Über die Facebook-Seite können sich alle Leute bei uns melden die a.  mithelfen wollen, b. Material spenden möchten - oder aber c. Masken benötigen“, berichtet Janin Engels. Die Stoff-Masken werden übrigens komplett kostenlos abgegeben, „das soll keine Geschäftemacherei sein, das war mir von Anfang an ganz wichtig.“

Auch bei Petra Köhnen, der Senionrenbeauftragten der Stadt Korschenbroich, können sich Interessierte jetzt melden, wenn sie eine Maske haben möchten. Bei ihr hatten sich mehrere ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger   hilfesuchend gemeldet. Kurzerhand wurde der Kontakt zur Nähgruppe gesucht. Die Stadt kaufte in der frisch eröffneten „Näh- und Bastelecke“ an der Bachstraße in Glehn Stoff, Schrägband und allein 6000 Meter Garn - zu einem von der Ladeninhaberin großzügig eingeräumten Sonderpreis – um alles direkt an die Gruppe weiterzuleiten. Weitere private Spenderinnen und Spender sorgten und sorgen für Nachschub. Wer Stoffreste weitergeben möchte: Das Material sollte kochfest und möglichst aus Baumwolle sein. Vor allem aber wird momentan weiteres Garn, Gummi und Schrägband benötigt, damit die Produktion der Masken weiterlaufen kann. Diese hübschen Stoffprodukte liefern keinen hundertprozentigen Schutz. Sie helfen aber vor allem dabei, dass möglicherweise infizierte Trägerinnen und Träger die Corona-Viren nicht weiterverbreiten. Die Tröpfchen-Übertragung  erfolgt ja unter anderem beim Sprechen, Husten oder Niesen.

Wer also eine solche Mundmaske haben möchte, wendet sich (eventuell mit Unterstützung durch Bekannte und Verwandte) an die Facebook-Gruppe „Mundmasken nähen in Korschenbroich“ oder kontaktiert die Seniorenbeauftragte der Stadt Korschenbroich und verabredet einen Übergabetermin mit Petra Köhnen unter der Rufnummer 02161 613 169 oder per Mail an Petra.Koehnen@Korschenbroich.de

Die in Glehn gekaufte Materialspende