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Skateranlage soll einen neuen Platz bekommen

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„Wir wollen Aufenthaltsräume für unsere Jugendlichen schaffen und nicht beseitigen. Doch das geltende Bauordnungsrecht ist eindeutig: Die alte Korschenbroicher Skateranlage kann leider nicht an der Albrecht-Dürer-Straße bleiben“, sagt Bürgermeister Marc Venten, „wir suchen mit Hochdruck einen Alternativstandort“.

Venten knüpft damit an die Diskussion an, die seit der Ratssitzung in der vergangenen Woche öffentlich geführt wird. Er stellt klar: „Die Stadt Korschenbroich hält die Skateranlage an sich für einen wichtigen und erhaltenswerten Treffpunkt. Deshalb wurde sie ja damals gebaut. Wir haben großes Verständnis dafür, dass die Nachricht ihrer Schließung hohe Wellen schlägt. Doch bereits seit mehreren Monaten liegen massive Anwohnerbeschwerden vor. Selbstverständlich haben wir den Dialog gesucht, eine einvernehmliche Lösung konnte jedoch nicht gefunden werden. Letztlich sind wir dazu aufgefordert worden, die Anlage zu beseitigen.“

Nach einer juristischen Prüfung - unter Einbeziehung eines externen Lärmgutachters - kam die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass die Rechtslage so eindeutig sei, dass ein Rechtsstreit in dieser Sache keine Aussicht auf Erfolg habe. Die Stadt habe sich selbstverständlich an Recht und Gesetz zu halten, das erwarte sie schließlich auch von ihren Bürgern. „Vor Gericht würden wir in jedem Falle den Kürzeren ziehen. Daher wollen und dürfen wir weder Zeit noch Geld verschwenden, sondern müssen nach vorne blicken, indem wir einen Alternativstandort suchen“, kündigt Marc Venten an. „Wir suchen mit Hochdruck einen neuen Standort, der die hohen Anforderungen erfüllt und zugleich attrativer sein wird, als die 17 Jahre alte Anlage es jetzt ist“, erläutert Beigeordneter Georg Onkelbach.

Der jetzige Standort der Skateranlage solle nicht einfach zur Grünfläche umgewandelt, sondern für eine Erweiterung des vorhandenen Spielplatzes genutzt werden. Bei der Standortsuche und Gestaltung einer neuen Anlage werde man die Jugendkonferenz in jedem Falle einbeziehen. „Die Interessen der Jugendlichen liegen uns sehr am Herzen und es ist bemerkenswert, wie engagiert die Jugend mitzieht und welche tollen Projekte bereits entstanden sind“, blickt Bürgermeister Marc Venten die Arbeit des 2018 eingerichteten Gremiums zurück. „Gemeinsam mit dem Jugendamt des Rhein-Kreises Neuss soll ohnehin bereits ein Standort für eine Schutzhütte und für Außensportgeräte gefunden werden. Vielleicht lassen sich diese Anliegen ja auch alle miteinander kombinieren“, schlägt Georg Onkelbach vor.

Diese Idee greift auch Reinhard Giese vom Kreisjugendamt auf. „Die Stadt will Angebote für Jugendliche schaffen“, weiß er, „und es wurde alles Sinnvolle versucht, die Skateranlage zu erhalten. Nun wird es unser gemeinsames klares Ziel sein, eine Fläche zu schaffen, auf der Jugendliche sich frei bewegen können – ohne mit Beschwerden von Anwohnern konfrontiert zu sein.“