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Solarkraft für die Feuerwehr

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Deprez, Hintzen und Federer (v.l.) auf dem Steigerturm

Ende Mai geht eine 210 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Feuer- und Rettungswache Korschenbroich in Betrieb. In den Sommermonaten wird sie die Hälfte des Strombedarfs im Gebäude decken können.

„Die Anlage wird komplett über die Einsparungen finanziert und erfordert unsererseits keinerlei Investitionen“, freut sich Michael Deprez, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft und Klimaschutz. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines Einspar-Contracting-Vertrages. Mit diesem Modell wurde auch das neue Heiz- und Lüftungssystem des Hallenbades Korschenbroich erfolgreich umgesetzt.  

Das Korschenbroicher ist das zweite Feuerwehrgebäude, das nun anteilig über Solarstrom versorgt wird. „Wir haben bereits in Liedberg gute Erfahrungen gesammelt“, so Deprez. Beim Neubau der dortigen Feuerwache vor einigen Jahren wurde direkt Photovoltaik aufs Dach gepackt.

An der Sandkuhle 5 wird nun eine Stromproduktion von 45.500 Kilowattstunden pro Jahr erwartet, diese wäre  ausreichend für die Versorgung von etwa neun Einfamilienhäusern. Der Ertrag der Anlage liegt bei rund 9000 Euro jährlich. Die Kohlendioxid-Einsparung wird bei 16 Tonnen im gleichen Zeitraum liegen, das entspricht der Speicherkapazität von 1200 Bäumen auf zwölf Hektar Waldfläche. Blickt man auf die Module, hat sich der energetische Aufwand für deren Herstellung nach ein bis drei Jahren amortisiert, die Anlage ist nachhaltig und soll eine Laufzeit über 20 Jahre haben.

Gemeinsam mit Julia Federer, der neuen Klimaschutzbeauftragten der Stadt Korschenbroich, wollen Michael Deprez und sein Stellvertreter Walter Hintzen mithilfe eines entsprechenden Katasters nach weiteren Möglichkeiten Ausschau halten, Solarstrom auf öffentlichen Gebäuden zu nutzen.