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WerkStadt: Erster Blick in die Zahlen

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Playmobil-Handwerker vor städtischem Logo und Schriftzug

Bisher haben sich 434 Bürgerinnen und Bürger (Stand 5. Mai) an der Online-Befragung im Rahmen des „WerkStadt“-Prozesses beteiligt. Es geht um die Entwicklung von Zukunftsstrategien für die Stadt.  

Der Zeitaufwand der Beteiligung ist gering, die Bedeutung hingegen ist groß: Schließlich geht es darum, den Willen der Bevölkerung zu ermitteln und in künftigen Planungen zu berücksichtigen. Es gibt fünf große Oberthemen. Man kann einzelne auswählen oder sie alle bearbeiten. Insgesamt sind 38 Thesen zu bewerten, indem man zustimmt, ablehnt oder sich neutral verhält. Außerdem besteht die Möglichkeit, selbst ein neues Thema vorzuschlagen.  Der Startschuss für die Onlinebeteiligung erfolgte zusammen mit dem ersten Ortstermin in Kleinenbroich am 5. März. Zwei weitere Ortstermine in Glehn und Korschenbroich konnten nicht wie geplant laufen, sollen aber nachgeholt werden. Bürgerinnen und Bürger können unabhängig davon weiterhin jederzeit Ihre Meinung online kundtun.

Die bisherigen Antworten zeigen interessante Zwischenergebnisse: Beispielsweise sprechen sich 75% der bisherigen Teilnehmer dafür aus, dass klimagerechte Aspekte in der Stadtentwicklung Priorität haben müssen. 32% stehen einem Zusammenwachsen der Ortsteile positiv gegenüber, diese Tendenz vertreten besonders die Korschenbroicher und Kleinenbroicher Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer. Ein eher geteiltes Bild herrscht beim Thema „Arbeitsteilung“ zwischen den Ortsteilen. Etwa die Hälfte der Beteiligten (52%) vertritt die Meinung, dass nicht sämtliche Angebote überall vorhanden sein können. 76% befürworten eine Mischung von Wohnungsangeboten für verschiedene Altersgruppen in allen Ortsteilen. Weniger als die Hälfte sehen einen Nachholbedarf im Segment der kleineren Wohnungen und im geförderten Wohnungsbau für den lokalen Bedarf. Von großer Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger ist das Thema Verkehr und Mobilität: Deutliche 92% sprechen sich für eine verstärkte Vernetzung von öffentlichen Freiräumen aus, die als attraktive Rad- und Fußwegeverbindungen erschlossen werden sollen. Darüber hinaus stimmen 90% für eine verbesserte Vernetzung der Ortsteile untereinander mit den S-Bahn-Haltepunkten und Infrastruktureinrichtungen. Eine stärkere touristische Vermarktung der Stadt ist knapp der Hälfte aller Teilnehmenden wichtig. Gegensätzliche Meinungen gibt es zu der These, dass Zuzüge aus der Region angesichts der rückläufigen natürlichen Bevölkerungsentwicklung Korschenbroichs notwendig und gewünscht sind. 39% der Befragten befürworten dien Weg, 29% lehnen ihn ab. Dass Flächen für den Wohnbau sparsam in Anspruch genommen werden sollen, finden bislang 76% der Befragten. Auch bei der Gewerbeflächenentwicklung unterstützen 76% die Aktivierung von Bestandsreserven in vorhandenen Gewerbegebieten, wobei interkommunale Entwicklungen trotzdem möglich bleiben sollen. 90% sprechen sich für leicht und jederzeit zugängliche Begegnungsorte aus. 83% wünschen sich eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in den Grünflächen.

„Mir ist es ganz wichtig, dass im Zuge der Klimawende die neuen Quartiere klimaneutral gebaut werden, d.h. auch mit klimaneutralen Baustoffen schon in der Herstellung wie z.B. den Holzbau.“, „Nur die großen Stadtteile Korschenbroich, Kleinenbroich und Glehn sollten baulich weiterentwickelt werden. In den kleinen Stadtteilen sollte vorrangig eine Lückenbebauung unterstützt werden.“ „Der ländliche Charakter von Korschenbroich muss unbedingt erhalten bleiben. Naturschutz ist dabei sehr wichtig und der Erhalt und die Vergrößerung von Naherholungsgebieten.“ Dies sind nur drei Beispiele für zahlreiche Anregungen, die in den freien Textfeldern geäußert wurden.

Weiterhin können sich alle Interessierten unter www.korschenbroich.de beteiligen.