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Zurück von der Romwallfahrt

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Korschenbroicher Schützen-Delegation in Rom

Foto: privat

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Korschenbroich sind mit vielen Eindrücken im Gepäck von einer Romwallfahrt zurückgekehrt. Die Gruppe bestand aus einer Abordnung der Korschenbroicher Bruderschaften sowie der Musikkapelle Kleinenbroich, die in diesem Jahr ihr 90jähriges Bestehen feiert und auf dem Petersplatz aufspielte.

Auch Bürgermeister Uwe Schoknecht aus der Korschenbroicher Partnerstadt Schorfheide in Brandenburg nahm gemeinsam mit seiner Frau Astrid an dieser Wallfahrt vom 31. Oktober bis zum 3. November teil. Sie wurde durchgeführt von der europäischen Gemeinschaft historischer Schützen (EGS), dabei handelt es sich um einen im Jahre 1955 gegründeten Zusammenschluss der nationalen Schützenverbände. Insgesamt sind ihr über 2700 Schützenbruderschaften in beinahe ganz Europa angeschlossen.

Der EGS gehört auch der Ritterorden vom heiligen Sebastianus in Europa an. Großmeister des Ordens ist Karl Erzherzog von Habsburg-Lothringen, der Enkel des letzten Kaisers von Österreich, der gemeinsam mit dem Prior des Ordens, Charles-Louis Prinz von Merode, ebenfalls an der Romwallfahrt teilnahm. Insgesamt haben sich rund 450 Bruderschaftler aus ganz Europa auf den Weg nach Rom gemacht. Die Wallfahrt bot so einmal mehr die Möglichkeit, sich mit den Bruderschaftlern aus den anderen Ländern auszutauschen und andere Sitten und Gebräuche kennenzulernen.

Bestandteil der Wallfahrt war auch die Aufnahme neuer Ordensritter im Rahmen einer feierlichen Investitur in der St. Ignatius Kirche in der Altstadt vom Rom. Unter anderem wurden die Korschenbroicher Stefan Fragen und Reinhard Weyen (beides Mitglieder der Musikkapelle Kleinenbroich und aktive Schützen) durch den Großmeister Karl von Habsburg in den Ritterorden aufgenommen. Auf dem Programm stand darüber hinaus eine Andacht in der Basilika St. Sebastian vor den Mauern sowie eine Besichtigung der dazugehörigen Katakomben. Sie beherbergen auch das ehemalige Grab des heiligen Sebastian, des Patrons der europäischen Schützen.

Höhepunkt der Wallfahrt war die feierliche Messfeier der EGS im Petersdom am Samstag mit dem sich anschließenden großen Zapfenstreich auf dem Petersplatz mit vielen tausend Zuschauern. Dabei wurden von der Musikkapelle Kleinenbroich u. a. die Hymnen von Deutschland, Italien, des Vatikans, der Niederlande und die Europahymne gespielt. Bei der anschließenden Pasta-Party wurde Dank der Stimmungsmusik der Musikkapelle Kleinenbroich natürlich auch ordentlich gefeiert.

Den Abschluss der Wallfahrt bildete das Angelus Gebet auf dem Petersplatz mit Papst Franziskus am Sonntag. Für alle Teilnehmer war dies ein unvergessliches Ereignis. Insbesondere der feierliche Einzug in den Petersdom, der mithilfe tausender Handys der im Dom anwesenden Touristen wohl in Sekundenschnelle über die ganze Welt verbreitet wurde, war für die Schützen und Musiker der Gänsehautmoment, den sie wohl für immer in Erinnerung behalten werden. „So etwas erlebst Du nur einmal im Leben!“, brachte es Uwe Schoknecht dann auch treffend auf den Punkt.

Das Foto zeigt (v.l.) Peter Schlösser (Präsident St. Sebastianus Korschenbroich), Bodo von Tongeln (St. Sebastianus Bruderschaft Korschenbroich), Ralf Heinrichs (Geschäftsführer des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften), Karl Erzherzog von Habsburg-Lothringen (Großmeister des Ritterordens vom heiligen Sebastianus in Europa), Horst Thoren (Bezirksbundesmeister des Bezirksverbandes Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich) sowie (v.r.) Uwe Schoknecht (Bürgermeister der Gemeinde Schorfheide), Bürgermeister Marc Venten, Josef Cremer (Mitglied des Präsidiums des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften) und Steffen Cremer (Präsident St. Katharina Junggesellen Bruderschaft Korschenbroich).