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Abwasser, Hochwasser, Grundwasser

Kumuluswolken über Pesch

Wasser ist Leben. Jeder Mensch verbraucht täglich etwa 127 Liter Trinkwasser für das Duschen und Baden, das Essen und Trinken, die Toilettenspülung und den Haushalt und den Garten. Was passiert mit dem kostbaren Nass, wenn es durch den Abfluss gelaufen ist? Hier beginnt die Arbeit des Städtischen Abwasserbetriebes (SAB). Das Team betreut rund 217 Kilometer öffentliches Kanalnetz im Stadtgebiet. Dieses ist an drei Kläranlagen angeschlossen. Innerhalb der Stadtgrenze liegt die Kläranlage Glehn. Darüber hinaus wird das Abwasser in die Kläranlagen Nordkanal und Neuwerk geleitet. Das städtische Kanalnetz besteht hauptsächlich aus 145 Kilometern Mischsystem. Darin wird Schmutz- und Niederschlagswasser zusammen abgeleitet. 72 Kilometer laufen als Trennsystem. Für die Herstellung, Erneuerung und Unterhaltung der Hausanschlüsse (Grundstücksanschlussleitungen) ist jede/r Anschlussnehmer/in selbst verantwortich. Das SAB-Team steht gerne beratend zur Seite.  

Bei Schäden im Bereich des öffentlichen Kanals oder beobachteten Störungen im Bereich der Regenbecken außerhalb der reguären Dienstzeit gilt die Notruf-Nummer 0151 17156660.

Funktionsprüfung des Kanals

Nach dem Bundes-Wasserhaushaltsgesetz sind Abwasseranlagen so zu errichten, zu betreiben und zu unterhalten, dass die Anforderungen an die Abwasserbeseitigung eingehalten werden. Betreiber von Abwasseranlagen müssen diese selbst überwachen. Die Verantwortung liegt also bei der Eigentümerin oder dem Eigentümer. Das Land NRW hat eine entsprechende Rechtsverordnung erlassen. Sie regelt, wie und wann Prüfungen erfolgen müssen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Frage, ob das Grundstück innerhalb eines Wasserschutzgebietes liegt.

Unsere Gewässer

  • Oberflächengewässer im Hoppbruch neben Spazierweg durch den Wald
  • Baumbestandener Abschnitt des Jüchener Bachs im Winter mit Schneedecke
  • Wander legt Rast ein am Jüchener Bach

Sie führen an beliebten Spazierstrecken im Stadtgebiet entlang: Sogenannte "Gewässer zweiter Ordnung und sonstiger Ordnung". Der SAB hat die Unterhaltspflicht für folgende knapp 25 Kilometer dieser Gewässer, die offen oder teils in Rohren laufen und im Einzugsgebiet des Niersverbandes liegen:

Neersbroicher Graben, Herzbroicher Graben, Zollhausgraben, Frehngraben, Horster Bach, Kleingraben, Pescher Graben, Fluitbach, Broicher Graben, Horster Graben, Liedberger Graben, Versickerungsmulde Am Grootes, Wegseitengraben Friedrich-Kreuzer-Straße, Alter Neersbroicher Graben, Retentionsraum Jüchener Bach. Für die Gewässer im Einzugsgebiet Nordkanal und Glehn ist der Erftverband Bergheim verantwortlich.

Grundwasser und Hochwasser

Zahlreiche Gutachten, Grafiken und Auswertungen befassen sich mit der Grundwasser-Situation in der Stadt und Region, die in weiten Teilen ursprünglich einer Auen- und Bruchlandschaft entspricht. Der Erftverband setzt die Kappung von Grundwasserspitzen im Stadtgebiet um. Er hält auch die aktuellen Stände der Messstellen bereit. Informationen zum Thema Grundwasser gibt es bei der Stadtverwaltung und darüber hinaus bei der Unteren Wasserbehörde des Rhein-Kreises Neuss oder beim Landesamtfür Natur- Umwelt- und Verbraucherschutz.

Die Thematik "Starkregen und Sturzfluten" gewinnt an Bedeutung. Die Vorhersage solcher Ereignisse ist schwierig. Sie stellen Gefahren besonders in Gebieten dar, die dicht besiedelt und damit an ihren Oberflächen weitgehend versiegelt sind. Der Abwasserbetrieb der Stadt Korschenbroich hat für das gesamt Stadtgebiet eine Überflutungsanalyse durchgeführt. In der Starkregengefahrenkarte können Sie sehen, an welchen Stellen sich das Wasser im Ereignisfall ansammeln wird. Der Kanal kann die Abwassermengen kurzfristig nicht bewältigen. Was jeder selbst zum Schutz in solchen Ausnahme-Situationen tun kann, hat der städtische Abwasserbetrieb in zwei entsprechenden Flyer zur Verhaltensvorsorge (Wie verhalte ich mich bei Starkregen und Hochwasser richtig?) und Bauvorsorge (Wie schütze ich mein Haus vor Starkregen- und Hochwasserfolgen?) zusammengetragen. Beide Flyer finden Sie im Bürgerserviceportal der Stadt Korschenbroich unter folgendem Link.

Wer in eine neue Umgebung in der Nähe eines Gewässers zieht, möchte sich über das Umfeld informieren und Risiken abschätzen. Dabei helfen entsprechende Karten des Landesamtes weiter.