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Weitere Turnhalle wird Flüchtlingsunterkunft

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Die Sporthalle an der Johannes-Büchner-Straße in Glehn wird in den Herbstferien zur Notunterkunft umgebaut. Die aktuellen Flüchtlingszuweisungen machen diesen Schritt erforderlich.

Waren es zunächst bisher Flüchtlinge aus der Ukraine, kommen seit dem Spätsommer wieder vermehrt Flüchtlinge aus anderen Ländern der Welt zu uns. Die Stadt ist dabei, weitere feste und dauerhaftere Unterkünfte zu schaffen. Allerdings verzögert sich deren Bau aufgrund von Materialknappheit, obwohl frühzeitig mit den Planungen begonnen wurde.

„Nach der entbehrungsreichen Corona-Zeit waren wir froh, dass die Sportvereine endlich wieder ihr reguläres Programm starten konnten. Uns fällt es sehr schwer, diesen Betrieb nun zu unterbrechen und die Hallen zu belegen, aber einer Alternative zu diesem Schritt gibt es momentan leider nicht“, bedauert Bürgermeister Marc Venten. Die Glehner Sportvereine haben verständnisvoll reagiert. Zusammen mit dem Sportamt wird nun versucht, möglichst viele Angebote in anderen Hallen unterzubringen.

„Es war für uns nicht absehbar, dass wir wieder mit einer neuen Flüchtlingswelle auch aus anderen Teilen der Welt rechnen mussten. Dafür sind unsere Kapazitäten nicht ausgelegt. Wir haben alle städtischen Gebäude auf die Nutzbarkeit geprüft. Sporthallen sind -  wie in anderen Kommunen auch - am besten einzurichten und nutzbar. Alle weiteren Objekte stehen nicht kurzfristig zu Verfügung“, so Beigeordneter Thomas Dückers.

In Richtung Land und Bund appellierten Bürgermeister Venten und Beigeordneter Dückers, endlich die eigenen Unterbringungskapazitäten massiv auszubauen.

40 bis 50 Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern werden in der Glehner Turnhalle eine Notunterkunft finden. Dazu wird die Halle mit Trennwänden provisorisch in Räume unterteilt. Gerne würde die Stadt abgeschlossenen privaten Wohnraum anmieten. Bürgerinnen und Bürger mit entsprechenden Angeboten werden gebeten, sich an das Sozialamt zu wenden.