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Lauter Überraschungen für leise Touristen

Liedberg ist ein attraktives touristisches Ziel für Individualreisende. Der Ort ist ansprechend - aber nicht überlaufen. Mit Ausnahme besonderer Veranstaltungen wie dem jährlichen Seifenkistenrennen oder dem Weihnachtsmarkt geht es hier eher ruhig zu. Streifen Sie durch die Straßen und Gassen und lassen Sie die Zeitreise auf sich wirken. Wenn Sie sich dazu eine fachkundige Begleitung wünschen, hilft der Heimatverein Liedberg gerne weiter.   

  • Parkplatz Liedberg, Bäume spiegeln sich im Autodach
  • Portal der Schlosskapelle Liedberg mit Wandererbeinen im Vordergrund
  • Wanderer fotografiert den Liedberger Mühlenturm
Vom Parkplatz bis zum Mühlenturm

Liedberg ist kein Freizeitpark. Aber ein Dorf mit einem Wald, in dem man wunderbar ein paar Stunden Freizeit verbringen kann. Stellen Sie Ihr Auto auf dem gut ausgeschilderten Parkplatz ab. Er befindet sich etwa auf halber Höhe des eiszeitlichen Hügels, der Liedberg aus der Landschaft heraushebt. Sie werden empfangen von Obstbäumen und gehen nun weiter Richtung Ortskern. Links die neugotische Kirche St. Georg, rechts vor Ihnen Backstein- und Fachwerkhäuser aus dem 18.  Jahrhundert. Hier wird ersichtlich, warum Liedberg zu den Historischen Ortskernen NRWs gehört. Betrachtet man die Fassaden, scheint die Zeit hier  stehengeblieben zu sein. Beim zweiten Blick wird deutlich, dass die Einwohner mit moderner Kunst und Kultur in guter Nachbarschaft leben. Sie werden bei Ihrem Besuch besondere Bauwerke entdecken. Dazu zählen die Schlosskapelle aus dem Jahr 1707 und der Mühlenturm. Aus Sandstein und Feldbrandziegeln wurde er um das Jahr 900 errichtet und hatte schon viele wehrhafte und nützliche Funktionen. Heute dürfen ihn alle Besucher gegen ein kleines Entgeld erobern und als Aussichtspunkt nutzen.  

  • Panoramablick vom Mühlenturm
  • Detailansicht Häuser Ortskern Liedberg
  • Schloss Liedberg mit Hecke im Vordergrund
Vom Turm in Richtung Schloss

Natürlich haben Sie beim Rundblick vom Mühlenturm aus das Schloss Liedberg am Rand des Hügels endeckt und machen sich nun auf den Weg dorthin. Die kurkölnische Landesburg aus dem 14. Jahrhundert stand einst für Einfluss und Macht. Dann verfiel sie zur Ruine. Seit 2018 jedoch präsentiert sie sich frisch restauriert und sieht einer guten Zukunft entgegen. Das Schloss ist zugleich Wohn- und Firmensitz sowie Ort kultureller Ereignisse. Links ab führt ein angelegter Weg hinab zum Pfadfindergrab. Die Gedenkstätte erinnert an einen Jahrzehnte zurückliegenden Unfall und damit auch an die frühere Nutzung des Hügels: Er diente der Sandgewinnung und ist von Gängen und Stollen durchzogen. Als Rohstoffquelle war er bereits den Römern bekannt und etliche Sandbauern hatten hier bis ins 19. Jahrhundert hinein ihr Auskommen. Ihr Wirken hat die Landschaft nachhaltig geprägt. Dies machen die Krater und sich windenden Wege beim anschließenden Spaziergang durch das Naturschutzgebiet "Haag" deutlich.       

  • Spaziergänger auf dem Haag
  • Kreuz im Fussfall am Liedberg
  • Schatten eines Wanderers hinter dem Torbogen
Ein Waldspaziergang durch die Zeit

Der Wald wirkt mit seinem alten Baumbestand märchenhaft. Wege führen über den Hügel und um ihn herum. Dort kann man weitere Entdeckungen machen. Die Obstplantagen im Schatten des Haags, die Verbindungswege in die Nachbardörfer, Fußfallstationen als Zeichen christlicher Tradition und Gläubigkeit. Aufgetankt mit frischer Luft und beeindruckenden Bildern im Kopf können Sie nun zurück zum Parkplatz gehen. Sie möchten sich erst stärken? Vom Obstverkauf im Ortskern über das traditionelle Gasthaus am Marktplatz bis zur gehobenen Gastronomie an der Landstraße und im angrenzenden Steinhausen haben sie viele Möglichkeiten, die frisch gewonnenen Eindrücke bei einem guten Essen nachwirken zu lassen.   

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