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2020 geht es um die Jugendarbeit

Die Stadt Korschenbroich vergibt seit 2019 einen jährlichen Heimatpreis. Er ist mit 5000 Euro dotiert. Das Preisgeld kann in bis zu drei Positionen aufgeteilt werden. Der Heimatpreis ist für Gruppen bestimmt, die sich in herausragender Weise um die Pflege der Heimat, der Geschichte, des Brauchtums, der Kultur, des Nachbarschaftswesens oder weiterer Bereiche kümmern. Das Engagement muss dem Gemeinwohl dienen und darf nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet sein. Es können jährliche Schwerpunktthemen benannt werden.

2020 liegt der Fokus auf dem Bereich Jugendarbeit. Dabei können sowohl langjährig erfolgreich laufende Maßnahmen gemeldet werden - als auch Projekte, die für die Zukunft geplant sind.

Bewerben bis zum 30. April
Papier-Pokal mit Themen-Symbolen in Sprechblasen drunherum

Gruppen können sich selbst melden oder von Dritten vorgeschlagen werden. Für die schriftliche Bewerbung ist hier das entsprechende Dokument hinterlegt. Alle bis Ende April im Rathaus eingegangenen Vorschläge prüft der Ältestenrat der Stadt Korschenbroich. Dieses Gremium spricht dem Stadtrat anschließend seine Empfehlung aus. Der Rat entscheidet über die Preisvergabe.

Finanziert wird der jährliche Heimatpreis aus einem Förderprogramm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW. 

Drei Gewinner 2019

Gewinner des Heimatpreises 2019 mit dem Bürgermeister

Vor rund 160 Gästen übergab Bürgermeister Marc Venten die Preise im September 2019 im Sandbauernhof. Über den dritten Platz und damit über 500 Euro freuten sich die Mitglieder des Glehner Buretheaters. Die Laienspielgruppe gehört seit 1988 zum Kulturgut der Stadt. Lustspiele und Schwänke werden in Glehner Mundart aufgeführt, die Geschichten sind lokal angesiedelt. Die Kartennachfrage kann kaum gedeckt werden. Das generationenübergreifende Ensemble erfreut die Menschen mit seinem Spiel und bietet tolle Unterhaltung zu bezahlbaren Preisen. Ganz nebenbei pflegt es damit die Mundart, schafft eine Klammer vom Gestern zum Heute, fördert Zusammenhalt und Lebensfreude und darf sich nicht zuletzt die Wiederherstellung und den Erhalt des traditionsreichen Frangensaales auf sein Erfolgskonto schreiben.

Der mit einem Preisgeld von 1500 Euro verbundene zweite Preis ging nach Kleinenbroich an den Kirchenbauverein St. Dionysius. Seit 2004 kümmert er sich um die Belange vor Ort. 34 Mitglieder haben ihn seinerzeit gegründet, um bei der Sanierung des instabilen Kirchturms zu helfen. Auch ein neuer Glockenstuhl konnte rasch angeschafft werden. Doch es gab immer wieder neue Herausforderungen, von der Dach- bis zur Fenstersanierung der neugotischen Kirche. Als nächstes soll die Innensanierung gestemmt werden. Um hier immer wieder finanzielle Hilfe leisten zu können, lässt sich der Kirchenbauverein eine Menge einfallen. Die mittlerweile rund 200 Mitglieder veranstalten Kirchturmfeste, Trödelmärkte, Benefiz-Konzerte und vieles mehr.

Über den ersten Platz und 3000 Euro freute sich das Büchereisystem Korschenbroich. Rita Höges und einige Teammitglieder von der Bücherei bedankten sich jubelnd. Im Büchereisystem sind die sechs öffentlichen Büchereien im Stadtgebiet zusammengeschlossen. Jede für sich ist selbstständig mit einem eigenen Team und Medienbestand. Doch über den klug geschaffenen Verbund steht das attraktive und aktuelle Medienangebot allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. 110 Erwachsene arbeiten mit, darunter auch 20 lesebegeisterte Jugendliche. Über 1400 aktive Leserinnen und Leser bringen es auf 73.000 Ausleihen im Jahr. Die Büchereien arbeiten mit den örtlichen Kindergärten, Schulen und Vereinen zusammen, bieten Aktionen wie Literaturveranstaltungen oder Lesekreise an und bereichern so das kulturelle Angebot auf besondere Weise.