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Infrastruktur wird Stück für Stück verbessert

  • Fahrradgruppe testet den Radweg vor der Asia-Therme
  • Fahrrad im Anschnitt auf freiem Radweg bei Lüttenglehn
  • Neuer Radweg-Abschnitt, Fahrrad im Vordergrund

Anfang 2020 wurde das Großprojekt "Sanierung Trog Holzkamp" in Kleinenbroich fertiggestellt. Seitdem steht ein kombinierter Fuß-/Radweg mit einer maximalen Steigung von sechs Prozent durch den Trog zur Verfügung. Zudem wurden in nördlicher Richtung durch Radfahrstreifen eine Anbindung über den Püllenweg zur Rhedung sowie in südlicher Richtung über den Bau eines vier Meter breiten Fuß- und Radweges zum Kreisverkehr von-Stauffenberg-Straße geschaffen. Von dort geht es weiter zu den Radwegen an der Neusser Straße (K 35) und Dietrich-Bonhoeffer-Straße (K 35n). Das Projekt hat in der Kategorie ‘Infrastruktur‘ die Aufnahme in die Jurymappe für den Deutschen Fahrradpreis 2022 geschafft, siehe https://www.der-deutsche-fahrradpreis.de/wp-content/uploads/2022/01/DFP_Jurymappe2022_web.pdf

Im Zuge der Erneuerung der Straßendecke wurde der Einmündungsbereich Gustav-Heinemann-Straße/Am Trietenbroich umgestaltet. Die übermäßig große Einmündung wurde zugunsten beidseitiger Grünanlagen in Form von Staudenbeeten zurückgebaut sowie die Fußgängerquerung in Höhe Am Trietenbroich 65 mit Absenkungen und taktilen Elementen für Sehbehinderte neu angelegt.

2021 baute der Rhein-Kreis Neuss den kombinierten Fuß- und Radweg zwischen der Ortslage Lüttenglehn, vorbei an Rittergut Birkhof bis zur Anbindung an den Radweg Glehn – Büttgen an der L 32. Damit schloss er eine Lücke im Radwegenetz, insbesondere im Bereich des Freizeitverkehrs. Der Landesbetrieb Straßenbau sanierte den kombinierten Fuß-/Radweg an der L 382 zwischen Liedberg und Pesch auf einer Länge von 1,2 km. In der Baulast der Stadt Korschenbroich wurde eine neue Fuß- und Radwegeverbindung in Glehn, zwischen dem Büttger Weg und der B 230 gebaut. Der rund hundert Meter lange Weg schafft eine neue Anbindung aus der Ortslage Glehn zu den Radwegen entlang der B 230 in Richtung Liedberg und an der L 32 in Richtung Büttgen. Der Weg ermöglichst auch die Erreichbarkeit des Gewerbegebietes Glehner Heide zu Fuß oder per Rad.

Für den Ortsteil Steinhausen ist in Verbindung mit der neuen Bebauung an der Einmündung Schelsener Straße in die Straße Steinhausen auch ein neuer Geh-/Radweg geplant. An der östlichen Straßenseite der Schelsener Straße wird zwischen der Straße Steinhausen und der B 230 auf ca. 200 m Länge ein neues Angebot für Fußgänger und Radfahrer geschaffen. Es entsteht eine gesicherte Verbindung zwischen der Ortslage und dem Geh- und Radweg an der Bundesstraße.

Mittel- und Langfristige Planungen beschäftigen sich mit dem Ausbau der Radinfrastruktur, wie dem Bau eines Fuß- und Radweges entlang der K 35 zwischen Drölsholz und Kleinenbroich oder der Umgestaltung der Geh- und Radwege entlang der K 4, innerorts in Kleinenbroich (Straßenzug von-Randerath-Straße / Hochstraße / Nordstraße). Neben der Anlage neuer Radwege soll auch das Fahrradparken höhere Priorität bekommen. Insbesondere an den Umstiegspunkten Rad – Bus und Rad – Bahn soll das Angebot an Fahrradabstellanlagen ausgeweitet werden. An der Planung von Radschnellwegen und Radvorrangrouten, die auch das Stadtgebiet von Korschenbroich durchziehen sollen, wird überregional gearbeitet. 

Überregional wird auch an Verbesserungen im ÖPNV gearbeitet. Das Interesse der Stadt Korschenbroich liegt hier schwerpunktmäßig auf einer Verdichtung des Fahrtaktes der S 8 und der Entwicklung eines regionalen Schnellbussystems mit Haltepunkten in Korschenbroicher Ortsteilen.

Die Stadt Korschenbroich ist dem Zukunftsnetz Mobilität NRW beigetreten. Am 01.03.2022 wurde die Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit im Netzwerk von Bürgermeister Marc Venten unterzeichnet. Das Zukunftsnetz Mobilität NRW ist ein landesweites, durch das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gegründetes Netzwerk für Kommunen. Dessen Zielsetzung und zentrale Aufgabe ist es, die Kommunen in der Ausgestaltung einer zukunftsfähigen, sicheren und nachhaltigen Mobilitätsentwicklung zu vernetzen und zu beraten. Das Zukunftsnetz Mobilität NRW unterstütz die Kommunen insbesondere bei der Initiierung und Umsetzung eines kommunalen Mobilitätsmanagements.

Im Bereich Mobilität kann man eine ganze Menge für den Klimaschutz tun, auch innerhalb der Stadtverwaltung. Neben dem mittelfristigen Projekt der Optimierung des Fuhrparkmanagementes mit dem vermehrten Einsatz von Elektrofahrzeugen, werden bereits Einzelmaßnahmen im laufenden Betrieb umgesetzt. Für den Hausmeisterbetrieb in den Rathäusern ist nunmehr ein Lastenfahrrad im Einsatz, das auch für den Transport von Werkzeug und Arbeitsmaterialien genutzt wird.