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Corona-Schutzimpfung und Impfzentren
Dokumente des Bundesgesundheitsministeriums


Impfzentrum im Rhein-Kreis Neuss

Das Impfzentrum im Rhein-Kreis Neuss befindet sich in Neuss in der Turnhalle des Berufskollegs für Technik und Informatik am Neusser Hammfelddamm. Zutritt ist nur mit Terminvergabe möglich.

Update 21.01.2021

Ab 25. Januar zur Impfung anmelden

Korschenbroicher Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahren können sich ab dem 8. Februar im Impfzentrum Neuss gegen das Corona-Virus impfen lassen. Terminvereinbarungen sind ab dem 25. Januar über die Internetseite www.116117.de oder per Telefon unter 0800/116 117 01 möglich. In den Seniorenzentren im Rhein-Kreis Neuss und im Korschenbroicher Stadtgebiet haben die Impfungen bereits begonnen. Nun sind auch alle Seniorinnen und Senioren ab 80 an der Reihe, die nicht in einer solchen Einrichtung leben. „Seit Wochen sehnen viele die Impfung herbei. Ich bin froh, dass der Impftermin nun für die ersten Korschenbroicher und Korschenbroicherinnen konkret wird“, so Bürgermeister Marc Venten.

Das Impfzentrum des Rhein-Kreises Neuss nimmt in der Hammfeld-Halle am Berufskolleg für Technik und Informatik in Neuss seinen Betrieb auf. Alle Impfberechtigten erhalten in diesen Tagen Post, mit der sie von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Landes-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann dazu eingeladen werden, das Impfangebot zu nutzen. „Mir liegt daran, unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger persönlich über das freiwillige und kostenfreie Impfangebot zu informieren. Nur durch Impfungen kann es uns gelingen, die Corona-Pandemie einzudämmen und später auch endgültig zu überwinden. Dazu müssen aber möglichst viele Menschen das Angebot einer Impfung annehmen“, sagt Petrauschke. Ambulante Pflege und Rettungskräfte würden noch gesondert angesprochen und erhielten in den nächsten Wochen ebenfalls ein Impfangebot. „Wichtig ist, dass insbesondere in Heimen die Infektionen zurückgehen. Dort ist eine hohe Impfquote wichtig“, so der Landrat. Er betont, dass in Senioren-Heimen weniger als ein Prozent der Bevölkerung wohnen, aber 40 Prozent der Todesfälle zu beklagen sind. „Wir werden daher auch allen Mitarbeitern, die in den Einrichtungen noch nicht geimpft sind, ein erneutes Impf-Angebot unterbreiten“, so Petrauschke.

Aufgrund der begrenzten Menge des verfügbaren Impfstoffes werden nicht alle Berechtigten sofort einen Impftermin bekommen. Dies werde aber innerhalb der nächsten Wochen erfolgen. Auch kann es in der Startphase zu Wartezeiten bei der Anmeldung kommen. Es wird empfohlen, das Internet anstelle des Telefons zu nutzen. Das Impfzentrum wird in der Startphase noch nicht voll ausgelastet arbeiten können, hat aber später eine Kapazität von täglich bis zu 1200 Impfungen. Die Anmeldung zur kostenlosen Impfung ist ab dem 25. Januar und ausschließlich über die Internetseite www.116117.de oder per Telefon unter 0800/116 117 01 möglich. Bei weiteren Fragen können sich Impfinteressierte auch an die Corona-Hotline des Kreisgesundheitsamtes wenden. Unter der Rufnummer 02181/601-7777 ist diese montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr erreichbar.

Wer nicht mobil ist und auch von niemandem aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis transportiert werden kann hat die Möglichkeit, sich beim Hausarzt nach dem Anspruch auf einen Taxi-Schein zu erkundigen. Dies ist in der Regel der Fall, wenn ein Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ vorliegt oder eine Einstufung in den Pflegegrad 3 (mit dauerhaften Beeinträchtigung der Mobilität) , 4 oder 5. Wer über einen Berechtigungsausweis für den Behindertenfahrdienst des Rhein-Kreises Neuss verfügt, kann diesen Fahrdienst nutzen. Am besten vereinbart man über die gewohnte Telefonnummer eine Abholzeit, sobald ein Impftermin vorliegt. „Die Fahrt zum Impfen wird nicht auf Ihr Kontingent angerechnet“, erklärt Petrauschke in seinem Brief. Sollten alle genannten Transportmöglichkeiten zum Impfzentrum nicht in Anspruch genommen werden können, hilft die Seniorenbeauftragte der Stadt Korschenbroich gerne weiter. Petra Köhnen ist per Mail unter petra.koehnen@korschenbroich.de und telefonisch unter 02161 613-169 erreichbar und koordiniert entsprechende Fahrdienste.

Update 21.01.2021

Termin kann unter beiden Telefonnummern vereinbart werden

Falsche Anlage in Anschreiben an Impfberechtigte

In dieser Woche verschickt der Rhein-Kreis Neuss Einladungsschreiben zur Corona-Schutzimpfung an alle Personen ab 80 Jahren im Kreisgebiet. Die Schreiben bestehen aus einem Brief von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sowie einem Anschreiben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Einem Teil der durch den Kreis versandten Schreiben liegt dabei irrtümlich das Schreiben des Landes für Westfalen und nicht für das Rheinland bei. Die beiden Anschreiben unterscheiden sich dabei nur in der Telefonnummer, die für die Terminvereinbarung genannt ist. In dem Anschreiben des Kreises ist die korrekte Telefonnummer 0800/116 117 01 der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein genannt. In dem fälschlicherweise verschickten Anschreiben für Westfalen ist die 0800/116 117 02 genannt.

Eine Terminvereinbarung ist für Bürger aus dem Kreisgebiet unter beiden Telefonnummern uneingeschränkt möglich.

„Ich bitte die Betroffenen für den Fehler um Entschuldigung. Wichtig ist, dass die Möglichkeit der Terminvereinbarung hierdurch nicht eingeschränkt ist“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Umfassende Informationen zur Corona-Schutzimpfung sowie den Möglichkeiten zur Terminvereinbarung finden sich unter www.rhein-kreis-neuss.de/coronaimpfung.

Update 20.01.2020

Die Kreisverwaltung hat die Einladungs- und Informationsschreiben von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zur Impfung gegen das Corona-Virus verschickt. Angeschrieben werden Bürger, die 80 Jahre oder älter sind und zu Hause leben. Genau 33 990 Briefe sind dazu kreisweit in die Post gegangen. Der Landrat appelliert in seinem persönlichen Schreiben an die Senioren, sich impfen zu lassen, um sich und andere zu schützen. Wer impfberechtigt ist und im Laufe dieser Woche kein Schreiben erhalten sollte, kann sich an die Corona-Hotline des Kreisgesundheitsamtes unter der Rufnummer 02181/601-7777 wenden. Die jetzt auf den Weg gebrachten Anschreiben informieren die Adressaten, dass für sie das Impfzentrum des Kreises in der Hammfeld-Halle am Berufskolleg für Technik und Informatik in Neuss zuständig ist. Als Impfstart wird der bislang vom Land geplante 1. Februar genannt. Der landesweite Impfbeginn wurde heute jedoch von der Landesregierung auf den 8. Februar verlegt, was auch für das Impfzentrum des Rhein-Kreises Neuss gilt. Grund ist die verzögerte Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech. Eine Anmeldung zur Impfung ist weiterhin ab dem 25. Januar über die Internetseite www.116117.de oder per Telefon unter 0800/11 61 17 01 möglich.

Auch Bürgermeister Marc Venten hat die Gruppe der über 80-jährigen im Stadtgebiet angeschrieben. Insgesamt werden in Korschenbroich ca. 3.300 Personen angeschrieben. Neben der Information, dass der Impfstart in NRW auf den 08.02.2021 verschoben wurde, bietet die Stadt den Seniorinnen und Senioren auch Hilfe beim Transport zum Impfzentrum an. Dies für den Fall, dass weder die Möglichkeit besteht selber oder mit der Hilfe von Familie oder Freunden zum Impfzentrum zu gelangen, noch einen Transport aufgrund eines ärztlichen Attest möglich ist. Die Seniorinnen und Senioren können sich bei Bedarf mit der Seniorenbeauftragten Petra Köhnen in Verbindung setzen.

Update 14.01.2021

Impfzentrum öffnet ab dem 1. Februar 

Ab dem 1. Februar nimmt nun auch das Impfzentrum des Kreises in der Hammfeld-Halle am Berufskolleg für Technik und Informatik in Neuss seinen Betrieb auf. Hier können sich dann auch Personen, die 80 Jahre oder älter sind und im privaten Umfeld leben impfen lassen. In der nächsten Woche erhalten diese Post, mit der sie von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Landes-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann eingeladen werden, von dem Impfangebot Gebrauch zu machen. „Mir liegt daran, unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger persönlich über das freiwillige und kostenfreie Impfangebot zu informieren. Nur durch Impfungen kann es uns gelingen, die Corona-Pandemie einzudämmen und später auch endgültig zu überwinden. Dazu müssen aber möglichst viele Menschen das Angebot einer Impfung annehmen“, sagt Petrauschke. Ambulante Pflege und Rettungskräfte würden noch gesondert angesprochen und erhielten in den nächsten Wochen ebenfalls ein Impfangebot. „Wichtig ist, dass insbesondere in Heimen die Infektionen zurückgehen. Dort ist eine hohe Impfquote wichtig“, so der Landrat. Er betont, dass in Senioren-Heimen weniger als ein Prozent der Bevölkerung wohnen, aber 40 Prozent der Todesfälle zu beklagen sind. „Wir werden daher auch allen Mitarbeitern, die in den Einrichtungen noch nicht geimpft sind, ein erneutes Impf-Angebot unterbreiten“, so Petrauschke, der die bei den Mitarbeitern bislang erreichte Impfquote noch steigern möchte.

In dem Schreiben bittet Petrauschke, die Möglichkeit zur Impfung wahrzunehmen und einen Termin zu vereinbaren: „Das ist eine große Chance, Sie ganz persönlich und Ihr Umfeld vor den Folgen einer Erkrankung zu schützen.“ Gleichzeitig weist der Landrat darauf hin, dass aufgrund der begrenzten Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes nicht jedem Berechtigten sofort ein Impftermin angeboten werden kann. Dies werde aber innerhalb der nächsten Wochen erfolgen. Auch bittet Petrauschke um Verständnis, wenn es in der Startphase bei der Anmeldung zu Wartezeiten kommt. Er empfiehlt daher, zu Beginn die Anmeldung über das Internet statt per Telefon zu nutzen. Das Impfzentrum des Kreises hat eine Kapazität von täglich bis zu 1 200 Impfungen. Hierbei wird bei jeder Impfstraße von 12 Impfungen in der Stunde ausgegangen. Aufgrund der nur begrenzt verfügbaren Menge an Impfstoff wird diese Kapazität zu Beginn aber noch nicht ausgelastet. Eine Anmeldung zur Impfung ist ab dem 25. Januar und ausschließlich über die Internetseite www.116117.de oder per Telefon unter 0800/11 61 17 01 möglich. Bei weiteren Fragen können sich Impfinteressierte auch an die Corona-Hotline des Kreisgesundheitsamtes wenden. Unter der Rufnummer 02181/601-7777 ist diese montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr erreichbar. Wie der Landrat weiter informiert, können die Senioren, die nicht mobil sind und sich auch von niemand fahren lassen können, bei Ihrem Hausarzt nachfragen, ob Sie einen Anspruch auf einen Taxi-Schein haben. Wer über einen Berechtigungsausweis für den Behindertenfahrdienst des Rhein-Kreises Neuss verfügt, kann diesen Fahrdienst nutzen. Am besten vereinbart man über die gewohnte Telefonnummer eine Abholzeit, sobald ein Impftermin vorliegt. „Die Fahrt zum Impfen wird nicht auf Ihr Kontingent angerechnet“, erklärt Petrauschke in seinem Brief. Möglicherweise werde auch die jeweilige Stadt oder Gemeinde weitere Unterstützung anbieten. Kurz vor dem Jahreswechsel hatten im Rhein-Kreis Neuss bereits die ersten Impfungen gegen das Coronavirus in Seniorenheimen begonnen. Ab der kommenden Woche werden dann auch Mitarbeiter aus besonders gefährdeten Bereichen in den Krankenhäusern geimpft.

Update 13.01.2021

Nach der Zulassung des Impfstoffes Moderna durch die Europäische Kommission ist die erste Lieferung in Höhe von 13.200 Impfdosen des Bundes in Nordrhein-Westfahlen eingetroffen. Da zur vollständigen Immunisierung zwei Impfdosen notwendig sind und die Hälfte der Impfdosen zunächst zurückgehalten wird, können damit zunächst 6.600 Personen geimpft werden. Die zweite Impfung erfolgt nach vier Wochen. Der Impfstoff Moderna wird bei minus 20 Grad in das nordrhein-westfälische Zentrallager angeliefert und dort gelagert. Im aufgetauten Zustand kann der Impfstoff bei zwei bis acht Grad vorsichtig und erschütterungsarm weitertransportiert werden. Jedes sogenannte Vial enhält zehn anwendungsfertige Impfdosen, die einzeln entnommen werden können. Bislang wurden mehr als 170.000 Impfungen in den nordrhein-westfälischen Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Geplant ist darüber hinaus, allen Beschäftigten in Krankenhäusern in besonders von Corona betroffenen Krankenhausbereichen (z.B. Notaufnahmen, COVID-19-Stationen) ab dem 18. Januar 2021 ebenfalls ein Impfangebot zu machen.

Update 06.01.2021

Corona-Impfzentrum des Kreises soll Anfang Februar starten 

Die heutige Zulassung des Corona-Impfstoffes von Moderna durch die Europäische Arzneimittel-Agentur hat bei Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Zuversicht gefestigt, mit den Impfungen der Bevölkerung weiter voranzukommen. „Je mehr Impfstoff uns zur Verfügung steht, desto schneller können wir die Menschen vor dem Coronavirus schützen und hoffentlich dann Dank niedriger Infektionszahlen immer mehr Einschränkungen aufheben“, blickt Petrauschke hoffnungsvoll nach vorne und erklärt, dass das Impfzentrum des Kreises in der Turnhalle des Berufskollegs für Technik und Informatik am Neusser Hammfelddamm betriebsbereit ist. „Sobald die Impfungen in den Pflegeinrichtungen abgeschlossen sind, werden wir dort mit bis zu 1 200 Impfungen am Tag starten können. Dies entspricht 12 Impfungen in jeder der 8 Impfstraßen bei einem 12-Stunden-Betrieb. Voraussetzung hierfür ist, dass immer ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Dies wird am Anfang ohne Zulassung weiterer Impfstoffe nicht immer der Fall sein. Alle Beteiligten sind startklar und warten auf den Impfbeginn. Der begrenzende Faktor ist die Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes“, so der Landrat.

In einer heutigen Telefonkonferenz mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, an der Petrauschke gemeinsam mit Krisenstabsleiter Dirk Brügge, Ordnungsamtsleiter Marcus Mertens sowie den Leitern des Kreis-Impfzentrums Barbara Edelhagen und Carsten Paetau teilgenommen hat, wurde Anfang Februar als voraussichtlich landesweiter Starttermin für die Impfzentren genannt. Ab dem 18. Januar wird den besonders gefährdeten Beschäftigten in den Krankenhäusern (Intensivstationen, Notaufnahme, Corona-Stationen) ein Impfangebot unterbreitet.

Eine Terminvereinbarung für die Impfung in den Impfzentren ist aktuell noch nicht möglich. Dies wird künftig nach den Vorgaben des Landes bei der kassenärztlichen Vereinigung über die Hotline 116117 sowie auch online möglich sein. Der Starttermin wird vorab angekündigt. Zudem werden alle Personen ab einem Alter von 80 Jahren, die in der Impfverordnung des Bundes in der höchsten Priorität sind, persönlich angeschrieben und auf das Impfangebot sowie die Möglichkeiten einer Terminvereinbarung hingewiesen. „Aktuell gehen wir davon aus, dass alle in der höchsten Priorität berechtigten impfwilligen Personen bis zum Frühjahr auch geimpft sein werden“, so Petrauschke. Über das weitere Vorgehen werden der Kreis, das Land und die kassenärztliche Vereinigung fortlaufend berichten.


Fragen und Antworten zur Corona-Schutzimpfung

Warum sollte ich mich gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen lassen?

Die Impfung dient dem Gesundheitsschutz und dem Schutz der Mitmenschen. Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat leider zu oft eine tödliche Wirkung, gerade in der Generation der Über-80-Jährigen.

Was ist der Zweck der Corona-Impfung?

Derzeit gibt es keine ausreichend wirksamen Medikamente zur Behandlung der COVID-19-Erkrankung. Die im Zulassungsverfahren befindlichen Impfstoffe sind die erste echte Chance, die Infektionskrankheit auf medizinischem Wege beherrschbar zu machen. Die Impfung soll dafür sorgen, dass sich weniger Menschen erkranken und es so weniger schwere Krankheitsverläufe gibt. Nur so gelingt der Weg aus der Pandemie.

Muss ich mich impfen lassen?

Nein. Die Impfung ist freiwillig.

Wann geht es in Nordrhein-Westfalen los?

Die ersten Impfungen finden seit 27. Dezember 2020 zunächst ausschließlich direkt in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen statt und nicht in den Impfzentren. Über deren Auswahl und Reihenfolge entscheiden die Verantwortlichen vor Ort.

Wann öffnen die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen?

Die 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen sind startbereit – aber noch nicht für den Publikumsverkehr geöffnet. Dies wird ab Februar 2021 geschehen.

Welche Bevölkerungsgruppe wird in den Impfzentren zunächst geimpft?

Zunächst werden sich in den Impfzentren Personen ab 80 Jahren und Beschäftigte ambulanter Pflegedienste impfen lassen können.

Wann kann ich einen Termin für meine Impfung ausmachen?

Die Terminvergabe wird voraussichtlich ab Mitte Januar beginnen.

Wann wird das Krankenhauspersonal geimpft?

Ab dem 18. Januar 2021 können Impfungen für Krankenhauspersonal in besonders von Corona betroffenen Krankenhausbereichen durchgeführt werden (bspw. Notaufnahmen, COVID-Stationen). Der Impfstoff wird dort durch eigenes Personal verimpft.

Kostet mich die Impfung etwas?

Nein, für die Bürgerinnen und Bürger wird die Impfung unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos sein. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Kosten für die Medizinprodukte (Spritzen und Kanülen) übernehmen die Länder. Darüber hinaus teilen sich die Länder mit dem Bund die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Impfzentren.

Wann geht es in Nordrhein-Westfalen los?

Der Impfstoff des Unternehmens „BioNtech“ wurde am 21. Dezember 2020 von der Europäischen Kommission zugelassen. Nun werden zügig die verfügbaren Impfdosen auf die Mitgliedstaaten der EU verteilt. Die Bundesregierung verteilt die Impfdosen dann entsprechend der Bevölkerungszahl auf die Bundesländer. Die 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen sind startbereit. Geplant ist derzeit, dass mit den ersten Impfungen in Nordrhein-Westfalen am Sonntag, den 27. Dezember, begonnen werden kann.

Wer wird zuerst geimpft – und warum?

Es ist wichtig, dass zunächst besonders vulnerable Gruppen  (ältere Menschen oder Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen) zuerst geimpft werden. Sie sind durch das SARS-CoV-2-Virus besonders stark gefährdet, weil die Krankheit bei ihnen häufig einen schweren Verlauf nimmt und für sie eine hohe Lebensgefahr besteht.
Hinzu kommt Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen – etwa in den Notaufnahmen und Intensivstationen der Krankenhäuser sowie in der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen.
Über die genaue Reihenfolge entscheidet die „Ständige Impfkommission“ (STIKO) der Bundesregierung. Sie ist beim Robert Koch-Institut angesiedelt und entwickelt die Impfempfehlungen für Deutschland. Dabei berücksichtigt die STIKO nicht nur den Nutzen für die geimpfte Einzelperson, sondern auch für die gesamte Bevölkerung.

Die genaue Reihenfolge ist durch Impfprioritäten festgelegt.  Diese Impfprioritäten bestimmt die Impfverordnung der Bundesregierung. Diese Prioritäten entsprechen den Empfehlungen der „Ständigen Impfkommission“ (STIKO) . Sie ist beim Robert Koch-Institut angesiedelt und entwickelt die Impfempfehlungen für Deutschland. Dabei berücksichtigt die STIKO nicht nur den Nutzen für die geimpfte Einzelperson, sondern auch für die gesamte Bevölkerung.
 
Die Priorisierung im Einzelnen:

Höchste Priorität

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung,  SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v.a. Hämato-Onkologie und  Transplantationsmedizin. 

Hohe Priorität

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit  Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von über 80-Jährigen oder Bewohnern von Alten- Pflegeheimen und Heimen für geistig Behinderte
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die  im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind 

Erhöhte Priorität

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen 

Welcher Nachweis muss für eine Impfung vorgelegt werden?

Als Nachweis für die Anspruchsberechtigung gelten:  der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis. Für Bewohner von Pflege- und anderen Einrichtungen legen die Einrichtungen bzw. Unternehmen eine Bescheinigung vor. Menschen mit chronischen Erkrankungen erhalten ein ärztliches Zeugnis. Kontaktpersonen benötigen eine entsprechende Bestätigung der betreuten Person.

Ist die Impfung von so vielen Menschen in kurzer Zeit überhaupt möglich?

Im deutschen Gesundheitsystem erfolgen jedes Jahr Impfungen in hoher Anzahl. Gutes Beispiel dafür sind die jährlichen Grippeschutzimpfungen.
Bei der Corona-Impfung kommt es wesentlich darauf an, zügig ältere und besonders gefährdete Menschen zu impfen. Hierzu werden neben dem Aufbau von Impfzentren auch mobile Impfteams eingesetzt, die beispielsweise in Alten- und Pflegeeinrichtungen kommen, um dort die betroffenen Personengruppen (Bewohner und Personal) zu impfen. Diese Impfteams werden von den Impfzentren vor Ort koordiniert.
Das Personal in Krankenhäusern kann durch Ärztinnen und Ärzte des jeweiligen Krankenhauses geimpft werden.

Reicht eine Impfung aus?

Nein, die Corona-Schutzimpfung mit dem aktuell verwendeten Impfstoff von BioNTech muss im Abstand weniger Wochen zweimal durchgeführt werden. Sonst kann sie nicht den vollen Impfschutz entfalten. Gleiches gilt für die Impfung mit dem Impfstoff von Moderna.

Sind die Impfstoffe überhaupt sicher?

Die klinischen Studien zur Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe wurden in den  drei üblichen Studienphasen überprüft. Vor allem die klinischen Prüfungen der Phase 3 wurden sehr breit angelegt. Zudem wurden in vorbereitenden nichtklinischen Studien die Impfstoffe mit erhöhter Wirkstoffmenge an Tieren untersucht, um mögliche Auswirkungen auf den Körper zu untersuchen, die Schäden anzeigen könnten. Die Qualitätsanforderungen im europäischen Zulassungsverfahren sind sehr hoch.  Diese Anforderungen erfüllen alle in der EU zugelassenen Impfstoffe. Das ist auch eine Frage der Verlässlichkeit und im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger der EU. 
Auch nach der Zulassung des Impfstoffs, finden weiterhin Untersuchungen statt, um weitere Informationen zur Sicherheit des Impfstoffs (z.B. Auftreten seltener unerwünschter Wirkungen) nach Anwendung in größeren Bevölkerungsgruppen zu erhalten.

Warum wird es Impfzentren geben?

Impfzentren können einen guten organisatorischen Ablauf gewährleisten und sicherstellen, dass bestimmte COVID-19-Impfstoffe korrekt gelagert und angewendet werden. Manche Impfstoffe müssen beispielsweise bei besonders niedrigen Temperaturen gelagert werden.
Hinzu kommt, dass in Impfzentren, in denen täglich hunderte Menschen geimpft werden, Impfstofflieferungen in großen Mengen aufgebraucht werden – bevor sie verfallen. Ihre Haltbarkeit ist nach bisherigem Wissensstand sehr begrenzt.
Eine Übersicht über die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen finden Sie auf dieser Seite.

In welchen Zeiträumen werden die Zentren geöffnet sein?

Die Impfzentren sollen sieben Tagen pro Woche von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. In der Startphase können in Abhängigkeit des zur Verfügung stehenden Impfstoffs abweichende Öffnungszeiten vorgesehen werden.

Wie ist die Terminvergabe organisiert?

Geplant ist, bundesweit die Telefonnummer 116 117 für die Vergabe von Coronaschutz-Impfterminen zu nutzen. Zudem wird es eine Internetseite und eine App für Smartphones geben, über die eine Terminvereinbarung möglich sein soll. In Nordrhein-Westfalen übernehmen die Kassenärztlichen Vereinigungen diese Aufgabe.

Kann ich mir schon jetzt einen Termin geben lassen?

Nein, eine Terminvergabe ist erst möglich, wenn den Impfzentren der Impfstoff zur Verfügung steht.

Wann kann ich mich impfen lassen?

Das hängt sehr von Ihrem Alter und von Ihrem Beruf ab. Zunächst sollen die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 besonders gefährdeten Menschen geimpft werden, dann Schritt für Schritt alle anderen Personengruppen. Die Reihenfolge gibt die Impfverordung der Bundesregierung vor, die auf den Empfehlungen der „Ständigen Impfkommission“ beim Robert Koch-Institut basiert.

Können Berufsgruppen der sogenannten kritischen Infrastruktur mit einer frühen Impfung rechnen?

Ja, Menschen aus Berufsgruppen der kritischen Infrastruktur – beispielsweise Polizei und Feuerwehr – sind die Basis dafür, dass das öffentliche Leben und der Staat funktionieren. Deshalb werden sie prioritär geimpft. Allerdings erfolgt die Priorität nachrangig zu besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, insbesondere Menschen mit hohem Lebensalter.

Kann der Impfstoff überhaupt gelagert und ausreichend gekühlt werden?

Die logistischen Fragen sind anspruchsvoll. Es wird aber alles daran gesetzt, diese zu lösen. Der Impfstoff ist nur eine kurze Zeit bei Raumtemperatur haltbar, die dafür erforderlichen Kühlsysteme werden zum Einsatz kommen.

Kann ich mich freiwillig melden, um in einem Impfzentrum zu unterstützen?

Freiwillige sind auch in den Impfzentren willkommen. Sie können dort über die Kassenärztlichen Vereinigungen als medizinisches Personal unterstützen oder sie können bei der Organisation der Impfungen im Impfzentrum ihren Beitrag leisten. Interessierte an einer Vermittlung in ein Impfzentrum im Rahmen der Freiwilligkeit werden gebeten, sich auf der Seite www.freiwilligenregister-nrw.de zu registrieren. Dort sind auch weitere Informationen eingestellt.

Wie lange muss ich noch einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

Das ist zum heutigen Zeitpunkt schwer zu sagen. Der Mund-Nasen-Schutz dient dem eigenen Schutz, aber auch dem Schutz der Mitmenschen. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, wird auch das öffentliche Leben wieder schrittweise zu einer Normalität zurückkehren können.

Wann ist das Coronavirus SARS-CoV-2 besiegt?

Das Coronavirus wird unser Leben noch einige Zeit bestimmen. Erst wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht und viele Menschen gegen das Virus geimpft sind, wird es sehr wahrscheinlich möglich sein, dass wir mit dem Virus genauso leben können wie mit anderen Viruserkrankungen auch.