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Corona-Virus in Korschenbroich und dem Rhein-Kreis Neuss

Ärzte, Kliniken und der Rhein-Kreis Neuss arbeiten eng zusammen, um die medizinische Versorgung sicherzustellen und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Zahl der bestätigten Fälle nimmt wie erwartet auch in NRW zu. 

Das Kreisgesundheitsamt, die Krankenhäuser und die niedergelassenen Ärzte bitten Sie, mit Erkältungssymptomen nicht die Notaufnahmen der Krankenhäuser aufzusuchen oder die Notfallnummern (110/112) zu blockieren. Die Hotline des Kreis-Gesundheitsamtes ist unter der Telefonnummer 02181 601-7777 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr erreichbar.

Hier finden Sie Informationen in englischer, arabischer, farsirussischer und türkischer Sprache. 

 


Meldungen zum Corona-Virus

Update 31.03.2020 - 22.00 Uhr

Kreis trifft umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus 
Die Ausbreitung des Coronavirus führt aktuell zu zahlreichen Einschränkungen im öffentlichen Leben. Der Rhein-Kreis Neuss hat seit dem 26. Februar eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt und vorbereitet. Ein Erfolgsfaktor sei dabei das gute Zusammenspiel aller Akteure, ob in der Kreisverwaltung und den Kommunen, den Krankenhäusern, dem Rettungsdienst, den niedergelassenen Ärzten, den Pflegeeinrichtungen oder Hilfsorganisationen und der Politik. 

Folgende zentrale Maßnahmen zur Verringerung der Infektionen mit dem Coronavirus und zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems sind im Rhein-Kreis Neuss auch mit starker Unterstützung und in Zusammenarbeit mit vielen anderen Akteuren umgesetzt bzw. eingeleitet worden:

Einrichtung von Teststellen in Neuss und Grevenbroich:
Um Haus- und Kinderärzte sowie Notfallambulanzen zu entlasten hat der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit den Städten Neuss und Grevenbroich, der kassenärztlichen Vereinigung und den niedergelassenen Ärzten Teststellen in Neuss (seit dem 11. März) und Grevenbroich (seit dem 18. März) eingerichtet. Eine durch das Praxisnetzwerk Dormagen betriebene Teststelle ist seit dem 22. März in die Teststelle Neuss übergegangen. Das Test-Verfahren kann nur nach einer Terminvergabe durch das Kreis-Gesundheitsamt in Anspruch genommen werden. Der Rhein-Kreis Neuss übernimmt bei beiden Teststellen die Terminvergabe und hat diese mit Schutzmasken, -kitteln und Brillen, Desinfektionsmittel sowie IPads für das Terminmanagement ausgestattet. Die niedergelassenen Ärzte stellen das Personal und werden unterstützt durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter. Der Rhein-Kreis Neuss trägt die Kosten für die Unterstützung der Hilfsorganisationen. Die Federführung der niedergelassenen Ärzte in Neuss hat Dr. Guido Pukies, in Grevenbroich Dr. Geert Buß gemeinsam mit Dr. Peter Stöcker, denen besonderer Dank für ihr Engagement gilt. Die Städte Neuss und Grevenbroich stellen die Räumlichkeiten sowie das Mobiliar. Bis heute wurden in den Teststellen insgesamt 2 091 Abstriche für einen Test auf eine Infizierung mit dem Coronavirus genommen. Hinzu kommen Tests in Arztpraxen und in Kliniken. Die Kapazitäten der beiden Teststellen wurden inzwischen auf insgesamt wöchentlich etwa 1 300 Testungen erhöht.

Kreisweite Fieber-Notfallpraxis:
Am 1. April nimmt eine durch den Kreis, die Stadt Neuss, die Kassenärztliche Vereinigung und die niedergelassenen Hausärzte initiierte Fieber-Notfallpraxis ihren Betrieb auf. Die Leitung übernimmt der Neusser Lungenfacharzt Dr. Johannes Uerscheln. In der Einrichtung erhalten Patienten Klarheit, wie ihre Krankheitssymptome zu bewerten sind. Zudem sollen hierdurch die Haus- und Kinderärzte aber auch die Notfallambulanzen der Krankenhäuser entlastet werden. Der Zugang ist nur nach einer vorherigen Überweisung durch den Hausarzt möglich. Der Rhein-Kreis Neuss stellt die Schutzausrüstung und übernimmt die Kosten für das nichtärztliche Personal, die Stadt Neuss wiederum stellt Räumlichkeiten, Einrichtung, WLAN und Security. Die Kassenärztliche Vereinigung übernimmt unter anderem Teile der Technik, das DRK unterstützt logistisch.

Station im Rheinland Klinikum Grevenbroich zur Unterstützung von Corona-Patienten:
Auf Initiative des Kreises wurde im Rheinland Klinikum Grevenbroich als Vorsorgemaßnahme eine Station eingerichtet, in der Menschen untergebracht werden können, die unter häuslicher Quarantäne stehen, nicht aufgrund einer Erkrankung in die Klinik müssen, aber in ihrer eigenen Umgebung auch mit Hilfe der karitativen Organisationen nicht zurechtkommen. Die Zuweisung in die Station erfolgt über das Kreis-Sozialamt. Das Krankenhaus sorgt für die logistische Unterstützung wie Reinigung, Hol- und Bringedienst sowie die Mahlzeiten der Patienten. Der Malteser Hilfsdienst stellt das Personal zur Betreuung der Menschen und organisiert die Abläufe. Der Kreis finanziert die Einrichtung.

Behelfskrankenhaus:
Um für den Fall stark steigender Patientenzahlen in den Krankenhäusern vorbereitet zu sein, arbeitet der Rhein-Kreis Neuss aktuell an der Einrichtung eines Behelfskrankenhauses für bis zu 300 nicht an Coronaviren erkrankte Patienten. Standort dieses „Behandlungszentrums Rhein-Kreis Neuss“ soll das Areal Böhler in Meerbusch sein. Die Mietvertragsverhandlungen mit dem Eigentümer sind auf einem guten Weg. Das Krankenhaus soll nur zum Einsatz kommen, wenn die Möglichkeiten zur stationären Versorgung der Patienten im Rhein-Kreis Neuss überlastet sind. Untergebracht werden sollen hier Patienten, die einer stationären Versorgung aber keiner intensiven Therapie bedürfen und die nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Der Kreis hat hier die Federführung und trägt die Kosten für die Einrichtung des Krankenhauses. Hierbei wird Mobiliar im Standard der Rheinlandklinikuen gekauft, damit dieses ggfls. später durch diese übernommen werden kann. Die Stadt Meerbusch hat bei dem Abschluss des Mietvertrages vermittelt.

Zentrale Patientensteuerung
Der Kreis hat im Rahmen der Corona-Pandemie eine Zentrale Patientensteuerung eingerichtet. Hierdurch werden Patienten in der stationären Versorgung der Krankenhäuser im Rhein-Kreis Neuss so auf die Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen und Pflegeheime verteilt, damit eine Überlastung einzelner Einrichtungen vermieden wird und die Patienten eine gute medizinische Versorgung erfahren.

Krankenhaus-Kapazitäten:
Der Landrat hat auf Grundlage der Rückmeldungen aus den Krankenhäusern, die diese dem Rhein-Kreis Neuss insbesondere in einer Videokonferenz am 21. März zukommen ließen, diese angewiesen auf nicht dringend notwendige Operationen zu verzichten und so ausreichende Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten vorzuhalten. In den Krankenhäusern im Kreisgebiet konnten so bislang insgesamt 230 Plätze speziell für mit dem Coronavirus infizierte Patienten eingerichtet werden. Die Intensiv- und Beatmungsplätze konnten verdoppelt werden. Umfasst sind hierbei das Johanna Etienne Krankenhaus, das St. Alexius/Josef Krankenhaus, das Rheinische Rheumazentrum, die Mauritius Therapie Klinik, die Niederrhein Klinik sowie das Rheinlandklinikum mit den Standorten Neuss (Lukas und Rheintorklinik), Grevenbroich und Dormagen.

Beschaffung von Schutzkleidung:
Der Kreis hat frühzeitig mit der zentralen Beschaffung von Schutzkleidung, insbesondere Masken, Kittel, Brillen und Desinfektionsmittel, begonnen. Der Bestand wird fortlaufend aufgefüllt, sofern auf dem Markt Ware verfügbar ist. Hiermit kann die Ausstattung des Rettungsdienstes und der Teststellen sichergestellt werden. Zudem wird in so genannter kritischer Infrastruktur, zum Beispiel häuslicher und stationärer Pflege, bei Einrichtungen der Eingliederungshilfe oder Hebammen in Notfällen unterstützt. Die Versorgung der niedergelassenen Ärzte erfolgt über die kassenärztliche Vereinigung.

Organisatorische Neuaufstellung im Gesundheitsamt
Im Gesundheitsamt des Kreises wurde eine Sonderabteilung zum Thema ‚Covid 19’ eingerichtet. Die neue Einheit arbeitet an sieben Tagen in der Woche im Zwei-Schicht-Betrieb von 6 – 22 Uhr. In einer Dispositionsstufe wird der Sachverhalt aller Eingänge für die angegliederten Fallbehandlungsteams aufbereitet. Diese übernehmen dann den direkten Kontakt zu den Verdachtsfällen, überprüfen und dokumentieren die Symptome, bewerten zum Beispiel, ob ein Test angebracht ist, und sprechen gegebenenfalls auch die Anordnung einer häuslichen Quarantäne aus. Zudem werden alle Infizierten und Personen in Quarantäne regelmäßig aktiv kontaktiert und auf ihre Symptome befragt.

Einrichtung einer Bürger-Hotline:
Zur Beantwortung von wichtigen gesundheitlichen Fragen zum Coronavirus hat der Kreis seit dem 26. Februar unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline geschaltet. Diese ist montags – freitags von 8 – 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 - 18 Uhr erreichbar. Bis zum 30. März wurden hier insgesamt knapp 10 000 Anrufe angenommen.

Online-Börse für Unterstützungsdienste und freiwillige Helfer
Um freiwillige Helfer und Einrichtungen, die personelle Unterstützung benötigen zusammenzubringen, hat der Rhein-Kreis Neuss eine Online-Börse geschaffen. Unter rkn.nrw/ehrenamt können sich Freiwillige melden, die im Zusammenhang mit Corona unterstützen möchten. Dies kann Hilfe bei Einkäufen, Apothekengängen, oder den Hund ausführen ebenso sein wie Unterstützung im Krankenhaus oder in Pflegeeinrichtungen. Hierbei wird auch die Qualifikation, unter anderem eine mögliche medizinische Vorbildung erfragt, so dass passgenau vermittelt werden kann. Die Daten werden dann an Hilfsorganisationen und Einrichtungen weitergegeben, die Unterstützung benötigen. Diese können sich unter rkn.nrw/hilfesuchende melden.

Einkaufshilfe für Menschen unter Quarantäne
Für Menschen, die unter Quarantäne stehen und Hilfe im Alltag, insbesondere bei Einkäufen, benötigen, hat der Rhein-Kreis Neuss eine gesonderte Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 02181/601-5738 können sie sich beim Kreis-Sozialamt melden. Dort wird alles aufgenommen und an die Aktionspartner Caritas und Diakonie weitergegeben.

Update 31.03.2020 - 15.20 Uhr

Aktuell 260 mit dem Coronavirus Erkrankte im Rhein-Kreis Neuss
Im Rhein-Kreis Neuss ist bei 260 aktuell erkrankten Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Kreisweit 112 Personen sind bereits wieder von der Infektion genesen. Von den aktuell mit dem Virus infizierten Personen wohnen 104 in Neuss, 40 in Grevenbroich, 33 in Dormagen, 28 in Meerbusch, 19 in Kaarst, 16 in Korschenbroich, 11 in Jüchen und 9 in Rommerskirchen. Unverändert sechs Menschen sind an den Folgen der Erkrankung verstorben. Insgesamt wurden im Rhein-Kreis Neuss somit 378 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. 1 468 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 1 171 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 30.03.2020 - 16 Uhr

Aktuell 243 am Coronavirus Erkrankte im Rhein-Kreis Neuss

Im Rhein-Kreis Neuss ist bei 243 aktuell erkrankten Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Eine 88-jährige Frau und ein 85-jähriger Mann aus Neuss sind an den Folgen der Viruserkrankung verstorben. Beide litten an Vorerkrankungen und wohnten im Seniorenheim St. Hubertusstift. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf insgesamt sechs. Kreisweit 112 Personen sind wieder von der Infektion genesen. Von den aktuell infizierten Personen wohnen 102 in Neuss, 37 in Grevenbroich, 30 in Dormagen, 25 in Meerbusch, 16 in Kaarst, 15 in Korschenbroich, 11 in Jüchen und 7 in Rommerskirchen. Insgesamt wurden somit 361 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss bestätigt. 1879 Personen konnten aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 1 065 Personen als begründete Verdachtsfälle in Quarantäne.

Update 30.03.2020 - 16 Uhr

Fieber-Notfallpraxis nimmt in Neuss Arbeit auf

Eine von Rhein-Kreis Neuss und Stadt Neuss gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und den niedergelassenen Ärzten im Zuge der Corona-Maßnahmen vorangetriebene Fieber-Notfallpraxis nimmt am 1. April in den Räumlichkeiten der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft am Nordbad in Neuss - über der dortigen Test-Stelle - den Betrieb auf. Die Leitung übernimmt der Neusser Lungenfacharzt Dr. Johannes Uerscheln. Den Aufbau der kreisweit zuständigen Einrichtung koordiniert beim Rhein-Kreis Neuss Dezernent Harald Vieten. Neben den bereits etablierten Corona-Teststellen in Neuss und Grevenbroich soll die Fieber-Notfallpraxis zur weiteren Entlastung im stark geforderten Gesundheitssystem beitragen. "Zugang zu der Notfallpraxis bekommen nur Patienten mit fieberhaftem Infekt oder deutlichen Erkältungsbeschwerden - und dies auch nur nach vorheriger Anmeldung oder Überweisung durch eine Arztpraxis", erläutert Dr. Uerscheln. 

Update 29.03.2020 - 16.00 Uhr

70 Erkrankte wieder geheilt 
Im Rhein-Kreis Neuss ist bei 245 aktuell erkrankten Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Kreisweit 70 Personen sind bereits wieder von der Infektion genesen. Von den aktuell mit dem Virus infizierten Personen wohnen 99 in Neuss, 41 in Dormagen, 37 in Grevenbroich, 25 in Meerbusch, 14 in Korschenbroich, 12 in Kaarst, 10 in Jüchen und 7 in Rommerskirchen. Unverändert vier Erkrankte sind an den Folgen der Infektion gestorben. Insgesamt wurden somit 319 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss bestätigt. 1 333 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 824 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 27.03.2020 - 17.10 Uhr

Vierter Todesfall im Kreisgebiet
Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 260 erkrankten Personen eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Eine 88-jährige Frau aus Grevenbroich ist heute an den Folgen der Erkrankung gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf vier. Kreisweit 39 Personen sind bereits wieder von der Infektion genesen. Von den aktuell mit dem Virus infizierten Personen wohnen 98 in Neuss, 42 in Dormagen, 39 in Grevenbroich, 35 in Meerbusch, 19 in Kaarst, 14 in Korschenbroich, 8 in Jüchen und 5 in Rommerskirchen. 1 162 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 1 062 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 27.03.2020 - 09.00 Uhr

Kreis plant kreisweites Diagnosezentrum für Atemwegserkrankungen in Neuss
Nach den bereits auf Hochtouren laufenden Corona-Teststellen in Neuss und Grevenbroich soll im Rhein-Kreis Neuss zum 1. April auch ein Diagnosezentrum für Atemwegserkrankungen seinen Betrieb aufnehmen. Das berichten der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Neuss, die gemeinsam mit der kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und den niedergelassenen Ärzten an der Umsetzung arbeiten. Ziel ist es, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeister Reiner Breuer, ein Diagnosezentrum zu schaffen, das die niedergelassenen Ärzte im Kreisgebiet entlastet und vor allem auch den Patienten Klarheit darüber verschaffen soll, wie ihre Krankheitssymptome zu bewerten sind." Arztpraxen können dann Patienten mit Atemwegserkrankungen in das Diagnosezentrum überweisen, wo sie von Ärzten unter Schutzausrüstung untersucht werden. Auf diesem Wege soll auch ressourcenschonend mit Schutzkleidung umgegangen werden, die durch die Unterbrechung von Lieferketten immer knapper wird. Als Standort sind die Räumlichkeiten der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft am Nordbad in Neuss - über der dortigen Teststelle - vorgesehen.

Update 26.03.2020 - 16.00 Uhr

Aktuell 256 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss 
Aktuell sind im Rhein-Kreis Neuss 256 Personen mit dem Coronavirus infiziert. 25 Personen sind kreisweit bereits wieder von der Infektion genesen. Von den mit dem Virus infizierten Personen wohnen 94 in Neuss, 42 in Dormagen, 38 in Grevenbroich, 36 in Meerbusch, 22 in Kaarst, 14 in Korschenbroich, 8 in Jüchen und 2 in Rommerskirchen. Unverändert drei Erkrankte sind an den Folgen der Infektion gestorben. 1 062 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 930 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 25.03.2030 - 15.35 Uhr

Aktuelle Fallzahl wie am Vortag

Unverändert zum Vortag ist im Rhein-Kreis Neuss bei 220 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Kreisweit sind mittlerweile 17 Personen bereits wieder von der Infektion genesen. Unverändert drei Erkrankte sind an den Folgen der Infektion gestorben. Von den mit dem Virus infizierten Personen wohnen 71 in Neuss, 40 in Dormagen, 35 in Grevenbroich, 34 in Meerbusch, 20 in Kaarst, 11 in Korschenbroich, 7 in Jüchen und 2 in Rommerskirchen.

1 008 Personen konnten wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 919 Personen als begründete Verdachtsfälle in Quarantäne gesetzt.

Update 25.03.2020 - 15.30 Uhr

Corona-Teststelle Grevenbroich erweitert Öffnungszeiten
 

Die seit einer Woche arbeitende Corona-Teststelle in Grevenbroich hat den Betrieb von drei Tagen auf fünf Tage erweitert. Jeweils von 13 bis 15 Uhr führen niedergelassene Ärzte Abstrichtests im Auerbachhaus durch. Die Initiatoren der Abstrich-Stelle, Dr. Geert Buß aus Grevenbroich-Stadtmitte und Peter Stöcker aus Wevelinghoven, konnten eine Gruppe von rund 20 freiwilligen Kollegen aus Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen im Wechsel für die Aufgabe gewinnen. Neben der Corona-Teststelle in Grevenbroich gibt es eine weitere in Neuss, die inzwischen mit der Teststelle Dormagen vereint ist. 

Die Probe-Entnahmen in den Corona-Teststellen Grevenbroich und Neuss sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich. Getestet wird vor allem bei einem begründeten Verdacht entsprechend den RKI-Empfehlungen, zum Beispiel bei Menschen die Symptome aufweisen und mit einem Corona-Infizierten in Kontakt gekommen sind.

Für eine Terminvereinbarung ist die Hotline des Kreisgesundheitsamtes unter 02181/601-7777 an sieben Tagen in der Woche besetzt: montags – freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 9 – 18 Uhr. Dort werden alle notwendigen Informationen aufgenommen. Nach einer Prüfung des Falles durch Ärzte des Gesundheitsamtes werden begründete Verdachtsfälle für eine Terminvereinbarung zurückgerufen.

Update 25.03.2020 - 15 Uhr

Infektionsschutz-Team im Dauer-Einsatz

 Das Infektionsschutz-Team des Kreisgesundheitsamts steht in diesen Zeiten besonders im Fokus. Abgesehen von den Ermittlungen in neuen Corona-Fällen müssen über 1000 Bürgerinnen und Bürger in Quarantäne täglich telefonisch erreicht werden. Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen unterstützen die zuständige Gesundheitsaufsicht inzwischen. Nach den steigenden Fallzahlen der vergangenen Tage wird weiteres Personal aus der Kreisverwaltung hinzugesteuert. Schnelles Handeln ist erforderlich und führt zu Einsätzen zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Update 24.03.2020 - 16.00 Uhr

Aktuell 220 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss 

Aktuell ist im Rhein-Kreis Neuss bei 220 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Unverändert drei Erkrankte sind an den Folgen der Infektion gestorben. Kreisweit sind zehn Personen bereits wieder von der Infektion genesen. Von den mit dem Virus infizierten Personen wohnen 71 in Neuss, 39 in Dormagen, 37 in Grevenbroich, 32 in Meerbusch, 20 in Kaarst, 12 in Korschenbroich, 7 in Jüchen und 2 in Rommerskirchen. 835 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 942 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 23.03.2020 - 18 Uhr

Essensgeld wird nicht eingezogen

Die Stadt Korschenbroich wird während der Corona-Krise kein Essensgeld von Familien einziehen, deren Kinder normalerweise in den städtischen Einrichtungen verpflegt werden. 

Update 23.03.2020 - 17.00 Uhr

Eingeschränkte Deponie-Öffnungszeiten

An der Kleinanlieferstelle des Rhein-Kreises Neuss in Neuss-Grefrath sind wegen des Ausfalls einiger Mitarbeiter die Öffnungszeiten eingeschränkt. Die Einrichtung für die private Müllentsorgung ist jetzt montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 7 bis 13 Uhr zugänglich. Beim derzeitigen frühlingshaften Wetter und den vielen Menschen, die in Zeiten der Corona-Krise mehr Zeit zu Hause verbringen, haben sich die Anlieferzahlen an den Kleinanlieferstationen in den vergangenen Tagen verdoppelt. 

Update 23.03.2020 - 16.00 Uhr

Zehn Erkrankte wieder genesen
Aktuell ist im Rhein-Kreis Neuss bei 179 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Unverändert drei Erkrankte sind an den Folgen der Infektion gestorben. Kreisweit sind zehn Personen bereits wieder von der Infektion genesen. Von den mit dem Virus infizierten Personen wohnen 39 in Neuss, 36 in Grevenbroich, 33 in Dormagen, 30 in Meerbusch, 20 in Kaarst, 11 in Korschenbroich, 8 in Jüchen und 2 in Rommerskirchen. 447 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 1 226 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 22.03.2020 - 18.20 Uhr

Weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch vom Land NRW angekündigte Rechtsverordnung
Die Bundesregierung und die Länder haben heute (22. März) weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens vereinbart. So soll ein umfassendes Kontaktverbot beschlossen und von den Ordnungsämtern und der Polizei konsequent durchgesetzt werden. Eine entsprechende Rechtsverordnung, die landesweit gelten soll, hat Ministerpräsident Armin Laschet noch für heute angekündigt. Sie soll bereits am Montag (23. März) in Kraft treten. Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum sind danach grundsätzlich verboten. Ausgenommen davon sind Familien, sowie die in einem Haushalt zusammen lebenden Personen, sowie dringend notwendige Zusammenkünfte geschäftlicher Art, der Öffentliche Personennahverkehr und Beerdigungen. Alle notwendigen Besorgungen und Wege wie Einkäufe, der Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zur Apotheke, Spaziergänge oder der Gassigang mit dem Hund sind weiterhin möglich. Damit verbunden sind allerdings weitere Einschränkungen der Gewerbefreiheit: Danach müssen nun alle Gastronomiebetriebe (also auch Restaurants und Schnellrestaurants) geschlossen bleiben. Liefer- und Abholdienste sind nach den Ankündigungen von Bund und Land weiter möglich. Darüber hinaus dürfen auch Dienstleistungsbetriebe, in denen ein enger Kontakt zwischen Menschen unvermeidbar ist, nicht mehr öffnen. Darunter fallen zum Beispiel Frisöre, Tattoostudios, Massagepraxen oder Nagelstudios. Ausgenommen davon sind alle medizinisch notwendigen Behandlungen.

Update 22.03.2020 - 17.30 Uhr

Aktuell 133 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss
Aktuell ist im Rhein-Kreis Neuss bei 133 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Unverändert sind drei Erkrankte an den Folgen der Infektion gestorben. Kreisweit zwei Personen sind bereits wieder von der Infektion genesen. 402 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 1 112 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 21.03.2020 - 17.00 Uhr

Zwei weitere Todesfälle im Rhein-Kreis Neuss

Aktuell ist im Rhein-Kreis Neuss bei 112 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Eine 84-jährige Frau aus Dormagen und ein 92-jähriger Mann aus Rommerskirchen sind heute an den Folgen des Virus gestorben. Beide litten unter Vorerkrankungen. Damit steigt die Zahl der Todesopfer aus dem Kreisgebiet auf drei. Kreisweit zwei Personen sind bereits wieder von der Infektion genesen. Von den mit dem Virus infizierten Personen wohnen 25 in Meerbusch, 23 in Dormagen, 19 in Grevenbroich, 18 in Neuss, 14 in Kaarst, 7 in Korschenbroich 4 in Jüchen und 2 in Rommerskirchen. 338 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Kreisweit wurden aktuell noch 1 056 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 20.03.2020 - 18.00 Uhr

Erster Todesfall im Kreisgebiet
Aktuell ist im Rhein-Kreis Neuss bei 95 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Eine 88-jährige Frau mit Vorerkrankungen aus Neuss ist heute an den Folgen des Virus gestorben. Sie ist das erste Todesopfer aus dem Kreisgebiet. Kreisweit zwei Personen sind bereits wieder von der Infektion genesen. Von den mit dem Virus infizierten Personen wohnen 22 in Meerbusch, je 16 in Grevenbroich und Dormagen, 15 in Neuss, 13 in Kaarst, 7 in Korschenbroich sowie je 3 in Jüchen und Rommerskirchen.

Update 20.03.2020 - 17.00 Uhr

Bürgermeister Venten wendet sich an alle Bürgerinnen und Bürger:

„Seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst!“

„Die Lage ist ernst. Nehmen Sie sie ernst“, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bevölkerung diese Woche in ihrer Rede aufgefordert. Bürgermeister Marc Venten greift diesen Appell auf und wendet sich ganz persönlich an jeden einzelnen Bürger und jede einzelne Bürgerin: „Wenn wir die Corona-Pandemie eindämmen wollen, müssen wir alle Verantwortung übernehmen. Dies geschieht vielfach schon sehr vorbildlich. Bitte lassen Sie in Ihrem konsequenten Verhalten nicht nach. Und lenken Sie ein, wenn Sie sich bisher noch nicht ganz so exakt an die Regeln gehalten haben.Es geht um den Schutz jedes einzelnen Menschen und den Schutz der gesamten Bevölkerung“, so Venten.

„Wir müssen die Infektionsketten unterbrechen. Dazu bitte ich Sie eindringlich, Ihr Zuhause nur dann zu verlassen, wenn es dringend notwendig ist. Dazu zählen der Arztbesuch, der Lebensmitteleinkauf oder die Fahrt zur Arbeitsstelle. Bitte halten Sie einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderen Menschen unbedingt ein. Befolgen Sie die Hygienevorschriften und achten Sie auf Ihre Angehörigen. So schwer es uns Rheinländern fällt: Wir müssen wirklich jegliche Feiern absagen, private Treffen möglichst vermeiden und uns solidarisch verhalten. Wenn dies nicht auf Basis der Einsicht und Freiwilligkeit geschieht, wird es weitere einschränkende Maßnahmen geben. Danke für Ihr Mitwirken und bleiben Sie gesund.“

 

Update 20.03.2020 - 14.00 Uhr

Sozialhilfe-Anträge sollen wegen Corona großzügig bearbeitet werden

Anträge auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie andere Arten der Sozialhilfe sollen in der Corona-Krise „niederschwellig“ ermöglicht werden. Das geht aus einer sogenannten Rundverfügung des Rhein-Kreises Neuss hervor, die Dirk Brügge unterzeichnet hat. „Wir helfen damit den Menschen in unserer Heimat, damit sie neben den Ängsten um die Gesundheit nicht noch Ängste ums wirtschaftliche Überleben ausstehen müssen“, so der Kreisdirektor und Sozialdezernent. Das neue Verfahren zur Bearbeitung von Leistungsvoraussetzungen nach dem Vierten Kapitel SGB XII gilt bis zum 19. April.

 

Update 19.03.2020 - 16.15 Uhr

Aktuell 57 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss
Aktuell ist im Rhein-Kreis Neuss bei 57 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Zwei Personen aus dem Kreisgebiet sind bereits wieder von der Infektion genesen. Von den mit dem Virus infizierten Personen wohnen 17 in Meerbusch, je 11 in Grevenbroich und Kaarst, 8 in Neuss, je 4 in Korschenbroich und Dormagen sowie 2 in Jüchen. 299 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Kreisweit wurden aktuell noch 902 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 19.03.2020 - 11.30 Uhr

Online-Portal für freiwillige Helfer

Auch der Rhein-Kreis Neuss bietet jetzt allen, die für andere im Kreisgebiet aktiv werden möchten, ein Online-Portal an. Darüber kann man sich melden und einbringen. Unter rkn.nrw/ehrenamt ist ein  Meldeformular abrufbar. Hier können Interessierte Angaben zu einer möglichen Tätigkeit und zu besonderen Kenntnissen oder Fähigkeiten machen. Die Informationen werden an die Wohlfahrtsverbände weitergegeben, sobald ein passender Bedarf vorliegt. Beispiele sind Einkaufhilfen oder Unterstützung in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen.

Update 18.03.2020 - 17.30 Uhr

Kreis organisiert Einkaufshilfe für Menschen unter Quarantäne. Keiner möchte sie erleben, viele betrifft sie: die häusliche Quarantäne im Zuge der Corona-Maßnahmen. Besonders belastend ist die Situation für Menschen, die niemand haben, der sie in dieser Ausnahmesituation unterstützt, wie Angehörige, Freunde oder Nachbarn. In diesen Fällen steht der Rhein-Kreis Neuss seinen Bürgerinnen und Bürgern zur Seite. Zum einen hält das Kreisgesundheitsamt zu allen Betroffenen täglich telefonischen Kontakt und erfragt den gesundheitlichen Zustand und möglichen Unterstützungsbedarf; zum anderen organisiert der Kreis konkrete Einkaufshilfe. Dies geschieht über das Hilfstelefon mit der Nummer 02181/601-5738 im Kreissozialamt, an das sich unter Quarantäne gestellte direkt wenden können. Barbara Nieskens nimmt dort die Einkaufswünsche entgegen und veranlasst alles Weitere über die Aktionspartner des Kreises von der Caritas und der Diakonie.

Update 18.03.2020 - 16.30

Aktuell 49 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis. Zwei Personen aus dem Rhein-Kreis Neuss sind bereits wieder von der Coronavirus-Infektion genesen. Aktuell ist kreisweit noch bei 49 Personen eine Infektion mit dem Virus nachgewiesen. Hiervon wohnen 16 in Meerbusch, 11 in Grevenbroich, 8 in Kaarst, 6 in Neuss, 4 in Korschenbroich sowie je 2 in Jüchen und Dormagen. 283 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Kreisweit wurden aktuell noch 822 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 18.03.2020 - 12.30 Uhr

City-Lauf am 26. April ist abgesagt

Aufgrund der aktuellen Situation ist der 32. Internationale Korschenbroicher City-Lauf abgesagt. Das beliebte Großereignis sollte ursprünglich am 26. April 2020 stattfinden. Nun wird ein Ersatztermin gesucht.

Update 18.03. 12.30 Uhr

Mehr Personal und Sonderabteilung „Covid 19“
Der Rhein-Kreis Neuss hat sein Gesundheitsamt personell und organisatorisch verstärkt. „Ich habe dem Gesundheitsamt 15 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugewiesen und dort eine Sonderabteilung zum Thema ‚Covid 19’ eingerichtet“, berichtet Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der seine Behörde damit gut aufgestellt sieht, um die durch das Corona-Virus anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

Der „Ermittlungsdienst Covid-19“ ist Teil eines dreigeteilten Systems, zu dem auch die Corona-Hotline des Kreises und ein Team zur Terminvergabe für die Test-Stellen im Kreis gehören. Die neue Einheit arbeitet im Zweischichtbetrieb zu je 25 Mitarbeitern von 7 bis 22 Uhr. In einer Dispositionsstufe wird der Sachverhalt aller Eingänge für die angegliederten Fallbehandlungsteams aufbereitet. Diese übernehmen dann den direkten Kontakt zu den Verdachtsfällen, überprüfen und dokumentieren die Symptome, bewerten zum Beispiel, ob ein Test angebracht ist, und sprechen gegebenenfalls auch die Anordnung einer häuslichen Quarantäne aus.

Die personelle Verstärkung des Kreisgesundheitsamtes besteht sowohl aus medizinischem als auch aus Verwaltungspersonal anderer Bereiche der Kreisverwaltung. Wie Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Michael Dörr betont, können die dortigen Anliegen jedoch weiterhin zeitnah und ohne rechtliche Vorgaben zu gefährden erledigt werden.

Update 18.03.2002 - 11 Uhr

Teststelle Neuss: Kapazitäten ausgeweitet
Im Kampf gegen das Corona-Virus weitet die Teststelle Neuss ihre Kapazität deutlich aus: So steigt die Zahl der wöchentlich möglichen Tests von anfänglich geplanten 32 auf 624. Bisher wurden bislang 217 Tests durchgeführt.

Die Teststelle wurde am 11. März in Kooperation des Rhein-Kreises Neuss mit der Stadt Neuss, der kassenärztlichen Vereinigung, den Hilfsorganisationen und den Neusser Krankenhäusern eröffnet. Die niedergelassenen Ärzte stellen das Personal und werden unterstützt durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter Unfall-Hilfe. Der Rhein-Kreis Neuss stellt die Schutzkleidung und organisiert die Terminvergaben.

Jetzt werden die Öffnungszeiten mit 26 Stunden mehr als verdreifacht. Dies geschieht unter Berücksichtigung der Laborkapazitäten, des ressourcenschonenden Umgangs mit persönlicher Schutzausrüstung, der Verfügbarkeit der beteiligten ehrenamtlichen Kräfte sowie der Schonung der Katastrophenschutz-Einheiten. Durch die Optimierung der Abläufe bei der Abstrich-Entnahme kann die sogenannte Taktzeit erhöht werden. Dank eines neuen Personalansatzes können alle fünf Minuten zwei Patienten eingeladen werden. Das wären bei 26 Stunden in der Woche624 Termine.

Das Test-Verfahren kann nur nach Zuweisung durch das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss in Anspruch genommen werden. Menschen, die Symptome bei sich feststellen oder begründet annehmen, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, werden gebeten, nicht unaufgefordert zum Arzt oder in ein Krankenhaus zu fahren. Sie sollten zunächst telefonisch den Rat ihres Haus- beziehungsweise Kinderarztes einholen, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 (ohne Vorwahl) oder die Hotline des Gesundheitsamts unter der Rufnummer 0 21 81/601 77 77 kontaktieren.

Die Hotline des Gesundheitsamts ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag zwischen 9 und 18 Uhr zu erreichen. Nur das Kreis-Gesundheitsamt kann Termine für einen Corona-Test in der Teststelle Neuss vergeben. Ein direktes Aufsuchen ohne vorherige Terminvereinbarung ist nicht möglich.

Update 18.03.2020 - 9 Uhr

Aktuell 50 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss
Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 50 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon wohnen 15 in Meerbusch, 10 in Grevenbroich, 10 in Kaarst, 8 in Neuss, 4 in Korschenbroich, 2 in Jüchen sowie eine in Dormagen. 151 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Kreisweit wurden aktuell noch 740 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

 Update 16.03.2020 - 20.00 Uhr

Ab Dienstag dem 17. März 2020 bleiben die Rathäuser für den Publikumsverkehr geschlossen. Für dringend notwendige Serviceleistungen können Bürgerinnen und Bürger über die Nummer 02161-6130 einen Termin vereinbaren. Zudem werden die geplanten Sitzungen der Ausschüsse Bau und Verkehr (17.03.), Stadtentwicklung und Planung (31.03.) und Hauptausschuss (02.04.) abgesagt. Weitere Einschränkungen wurden am Abend von der Bundesregierung angekündigt. Die Stadt Korschenbroich wird am morgigen Dienstag zur Verhütung und Bekämpfung der Corona SARS-CoV-2 Virusinfektion eine Allgemeinverfügung erlassen.

Update 16.03.2020 - 16.30 Uhr

Aktuell 44 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss
Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 44 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon wohnen 15 in Meerbusch, 9 in Grevenbroich, 8 in Kaarst, 5 in Neuss, je 3 in Korschenbroich und Jüchen sowie eine in Dormagen. Zudem wurden kreisweit 428 Personen als begründete Verdachtsfälle ebenfalls in Quarantäne gesetzt. Alle wurden auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt. 102 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten.

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.

Update 16.03.2020 - 15.15 Uhr

Kompostanlage Korschenbroich:Anlieferungen von Kleinmengen nicht mehr möglich
Die Anlieferung von Kleinmengen für pauschal 10 Euro zur Kompostanlage Korschenbroich ist im Zuge der aktuellen Corona-Maßnahmen bis auf weiteres nicht mehr möglich. Das Kreisumweltamt bittet, stattdessen die Kleinanlieferstellen Neuss-Grefrath oder Grevenbroich-Neuenhausen zu nutzen, wo wegen der räumlichen Gegebenheiten der Mitarbeiterschutz besser gewährleistet ist.

Update 16.03.2020 - 14 Uhr

Landrat ruft zur Solidarität auf: „Jetzt ist jeder einzelne gefragt“
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke appelliert an die Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Kreis Neuss, ihren Teil dazu beizutragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. „Wir befinden uns in einer besonderen Situation und jeder einzelne ist gefragt, mit seinem Verhalten dazu beizutragen, dass die Ausbreitung des Virus eingedämmt wird“, sagt Petrauschke. Auch wenn das Coronavirus für die meisten Menschen ungefährlich sei, müssen wir alle auf die älteren Menschen und auf Patienten mit Vorerkrankungen Rücksicht nehmen. Daher fordert der Landrat dazu auf, alle nicht unbedingt notwendigen sozialen Kontakte zu vermeiden: „Nur wenn jeder diesem Aufruf folgt und Solidarität zeigt, können wir auch die Älteren, Kranken und Schwachen schützen“, lautet sein Appell. Petrauschke betont: „Wir haben in Deutschland ein herausragendes Gesundheitswesen. Auch im Rhein-Kreis Neuss verfügen wir über eine ausgezeichnete Infrastruktur, mit der wir diese außergewöhnliche Situation meistern werden.“ Der Krisenstab des Kreises tage seit fast drei Wochen täglich und habe die aktuelle Problemlage im Griff. Darüber hinaus seien in der Verwaltung und im Gesundheitswesen zahlreiche Menschen unermüdlich im Einsatz – von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kreis-Gesundheitsamt sowie in den Kommunen über das medizinische Personal in den Arztpraxen und Krankenhäusern bis hin zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rettungswesen. „Sie alle zeigen vorbildlichen Einsatz und dafür gilt ihnen allen schon jetzt unser Dank“, so Petrauschke. Das Kreis-Gesundheitsamt kümmere sich auch um die Menschen, die in Quarantäne sind und nicht durch Freunde oder Verwandte versorgt werden können. Die Mitarbeiter halten zu allen Betroffenen täglich telefonischen Kontakt und erfragen dabei den gesundheitlichen Zustand und den erforderlichen Unterstützungsbedarf.

Der Landrat appelliert an die Menschen im Kreis: „Mit unseren gemeinsamen Anstrengungen können wir die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen. Damit gewährleisten wir, dass unser Gesundheitssystem ausreichende Kapazitäten vorhalten kann, um im Notfall die Schwerstkranken zu versorgen. Bewahren Sie Ruhe und Gelassenheit und haben Sie Vertrauen in unsere Verwaltung und in unser Gesundheitssystem! Gemeinsam werden wir diese außergewöhnliche Situation meistern.“

Update 15.03.2020 - 22 Uhr

Ausschließlich für Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder nicht selbst übernehmen können, weil beide oder der alleinerziehende Elternteil in Bereichen der kritischen Infrastrukturen beruflich tätig sind, wird eine Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen sichergestellt. Details zu den Bereichen hat das Ministerium am 15.03.2020 herausgegeben. Sie finden Sie hier. Die Stadt Korschenbroich wird im Laufe des morgigen Tages (16.03.2020) auf Basis dieses Erlasses ein Formular zur Verfügung stellen. Mit diesem kann eine Tätigkeit in einem infrastrukturkritischen Bereich nachgewiesen werden.

Update 15.03.2020 - 13 Uhr

Liebe Bürgerinnen und Bürger. Wir versuchen Ihnen im Folgenden alle Informationen rund um das Coronavirus und seine Folgen darzustellen. Aufgrund der Dynamik verändert sich die Situation fortlaufend. Daher passen wir die Informationen permanent an. Sollte Ihnen etwas fehlen oder finden Sie auf eine Frage keine passende Antwort können Sie uns über das Kontaktformular Ihre Frage zukommen lassen. Sie erhalten zeitnah eine Rückmeldung und wir ergänzen die Frage im Bereich Häufige Fragen und Antworten.

Update 15.03.2020 - 11 Uhr

Aufgrund des Coronavirus kommt es ab sofort zu Einschränkungen im Publikumsverkehr der Kreisverwaltung sowie der Besuchsmöglichkeiten in den Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet. So ist in allen Ämtern Publikumsverkehr vorerst nur noch mit einem persönlichen Termin möglich. Eine Terminvereinbarung kann dabei über die Homepage des Kreises unter www.rhein-kreis-neuss.de oder telefonisch in den Ämtern erfolgen. Über die Hotline des Kreis-Gesundheitsamtes sind keine Terminvereinbarungen möglich. „Hiermit möchten wir die Bürger und unsere Mitarbeiter vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen und die Funktionsfähigkeit der Kreisverwaltung sicherstellen“, erläutert Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Darüber hinaus hat der Kreis als WTG-Behörde verfügt, dass in allen Pflegeeinrichtungen bis auf weiteres nur noch je Bewohner maximal eine Person je Tag für eine Stunde als Besuch zugelassen ist. Zudem ist ein Besuch nur in den Zimmern der Bewohner und nicht in den Gemeinschaftsräumen möglich. Personen mit grippeähnlichen Symptomen ist ein Besuch nicht erlaubt. „Die pflegebedürftigen Menschen in den Einrichtungen sind bei einer Erkrankung mit dem Coronavirus besonders gefährdet. Mit der Einschränkung der Besuchsmöglichkeiten schützen wir diese und auch das Pflegepersonal vor einer Ansteckung“, so Petrauschke. „Gemeinsam mit den Einrichtungen werden wir kurzfristig besprechen, wie ergänzend auch digital Kontakt zu Angehörigen ermöglicht werden kann“, ergänzt der Landrat. Die Kreismuseen in Dormagen-Zons und Rommerskirchen-Sinsteden, die Musikschule des Rhein-Kreis Neuss, das Kreisarchiv sowie das Mundartarchiv werden bis zum 19. April für den Publikumsverkehr geschlossen.

Update 14.03.2020 - 17.30 Uhr

Am heutigen Samstag haben sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit dem Landrat auf eine abgestimmte Vorgehensweise im Kreisgebiet zum Umgang mit dem Corona-Virus geeinigt. Aus gegebenem Anlass wurde die Besprechung im Rahmen einer Videokonferenz abgehalten. Bereits gestern gab die Landesregierung die Schließung aller Schulen und Kindertageseinrichtungen ab Montag, den 16. März 2020 bis zum Ende der Osterferien am 19.04.2020 bekannt. Analag zu dieser Regelung verfahren nun auch die kreisangehörigen Städte beim Umgang mit öffentlichen Einrichtungen und städtischen Veranstaltungen.

In Korschenbroich wurde bereits am Donnerstag eine Absage aller städtischen Veranstaltungen bis zum 30. März 2020 festgelegt. Die Absage gilt von nun an bis auf weiteres, mindestens aber bis zum 19. April 2020. Bürgermeister Marc Venten teilt nach der Konferenz mit seinen Amtskollegen mit: „Es ist gut, dass wir nun eine einheitliche Vorgehensweise im Rhein-Kreis Neuss gefunden haben. Die besondere Situation erfordert eine enge Absprache. Die Schließung der Einrichtungen und Absage von Veranstaltungen soll dabei helfen, das Virus einzudämmen und Infektionsketten zu unterbrechen. Ich hoffe, dass sich die Menschen in unserer Stadt weiterhin gegenseitig unterstützen. Es ist die Stärke unserer Stadt, dass sich Nachbarn noch kennen und füreinander einstehen. Menschen die Hilfe anbieten möchten oder Hilfe benötigen können sich per Mail an die Ehrenamtsbörse der Stadt wenden.“

Von der Schließung öffentlicher Einrichtungen ab dem 16.03.2020 sind alle Bürgerhäuser, Begegnungs- und Kulturstätten, Sporthallen, Sportplätze und auch das Hallenbad betroffen. Abgesagte Veranstaltungen werden weiterhin auf der Homepage veröffentlicht. Veranstaltungen mit über 1000 Personen sind durch den Erlass des Landes NRW vom 10.03.2020 bereits untersagt.  

Der Beigeordnete Thomas Dückers, der auch Leiter des eingerichteten Krisenstabes ist, empfiehlt zudem: „Auch andere Veranstalter sollten ihre Veranstaltungen nach Möglichkeit absagen oder verschieben. Bei Veranstaltungen unter 1000 Personen, die nicht bereits vom Veranstalter abgesagt werden, wird die Verwaltung im Rahmen einer Einzelfallprüfung entscheiden, ob eine Durchführung möglich ist und welche Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind.“

Update 13.03.2020 - 16.30 Uhr

In der Stadt Korschenbroich wurde eine zweite Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Die Person wurde bereits unter Quarantäne gesetzt. Sie befindet sich derzeit nicht in Korschenbroich. Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 19 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon wohnen 6 in Meerbusch, je 3 in Neuss, Grevenbroich Kaarst sowie je 2 in Korschenbroich und Jüchen. Zudem wurden kreisweit 323 Personen als begründete Verdachtsfälle ebenfalls in Quarantäne gesetzt. Alle wurden auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Update 13.03.2020 - 15:45 Uhr

Die Landesregierung hat am Freitag dem 13. März 2020 beschlossen, alle Kindertageseinrichtungen und Schulen ab dem 16.03.2020 bis zum Ende der Osterferien zu schließen. Ministerpräsident Armin Laschet appellierte an alle Eltern die Kinder im häuslichen Umfeld zu betreuen. Aufgrund der besonderen Gefährdung sollten die Kinder nicht durch die Großeltern betreut werden. Sollte die Betreuung nicht durch einen Elternteil sichergestellt werden wird eine Absprache mit anderen Eltern empfohlen. Die derzeitige Ausnahmesituation erfordert eine große Bereitschaft gegenseitig füreinander einzustehen.

Für Einrichtungen der Stadt Korschenbroich gilt: Ausschließlich für Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder nicht selbst übernehmen können, weil beide oder der alleinerziehende Elternteil in folgenden Bereichen tätig sind/ ist:

  • Medizinisches Personal
  • Apotheken
  • Häusliche Pflegedienste
  • Polizei/ Feuerwehr
  • Energieversorgung
  • Justiz
  • Verwaltung (Bereiche Daseinsversorgung)

wird eine Notbetreuung der Kinder durch die Stadt sichergestellt. Die Einrichtungen nehmen direkt Kontakt zu allen betroffenen Eltern auf. Auch für Kinder, die Schulen besuchen gilt ein frühzeitiger Beginn der Osterferien. Auch hier sind alle Eltern aufgefordert eine private Betreuung sicherzustellen. Die Schulen werden eine etwaig notwendige Notbetreuung für Eltern, die in kritischen Bereichen arbeiten in Absprache mit den Eltern organisieren. Wenn eine Betreuung im privaten Umfeld nicht möglich, ist sollen Eltern am Montag dem 16.03.2020 Kontakt zu Ihrer Schule suchen. Hiervon ausgenommen ist der Schulstandort Pesch. Diese Einrichtung bleibt auf Anweisung des Gesundheitsamtes geschlossen.

Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus in Schulen gibt es auf den Internetseiten des NRW-Schulministeriums unter: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/index.html

Update 13.03.2020 - 12.00 Uhr

Ehrungsbesuche des Bürgermeisters
Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus werden Bürgermeister Marc Venten sowie seine Stellvertreter ihre Ehrungsbesuche (Geburtstage und Ehejubiläen) bei Korschenbroicher Seniorinnen und Senioren bis auf weiteres nicht wahrnehmen. Ältere Menschen zählen zur Riskiogruppe und müssen besonderes geschützt werden. Alle Senioren, die in den kommenden Wochen einen Ehrentag begehen, erhalten aber ihre Glückwünsche schriftlich. Marc Venten betont „die Ehrungsbesuche sind für mich besondere Anlässe, die ich gerne wahrnehme. Aber in der jetzigen Situation steht der Schutz und die Gesundheit von gefährdeten Gruppen im Mittelpunkt.“

Pflanztermin an der Hochzeitswiese „An der Trietaue“
Aufgrund des Corona-Virus wird der Pflanztermin am 27.03.2020 auf der Hochzeitswiese abgesagt. Alle Beteiligten werden informiert und über das weitere Vorgehen und einen Ausweichtermin in Kenntnis gesetzt.

Update 12.03.2020 - 17 Uhr (Mitteilung Rhein-Kreis Neuss)

Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 11 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon wohnen 3 in Meerbusch, je 2 in Neuss, Grevenbroich und Jüchen sowie je eine in Korschenbroich und Kaarst. Zudem wurden kreisweit 259 Personen als begründete Verdachtsfälle ebenfalls in Quarantäne gesetzt. Alle wurden auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Die Grundschule Korschenbroich-Pesch wurde bis zum 13. März geschlossen, da ein Kind einer mit dem Coronavirus infizierten Person die Schule besucht. Das Kind hat in dieser Woche bereits vorsorglich schon nicht mehr am Unterricht teilgenommen.

Update 12.03.2020 - 15 Uhr

Durch den Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zur Durchführung von Großveranstaltungen müssen alle Veranstaltungen seit dem 10. März mit mehr als 1.000 Besuchern abgesagt werden. Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Besuchern ist eine individuelle Einschätzung anhand der Kriterien des Robert-Koch-Institutes notwendig, ob und welche infektionshygienischen Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind. Nachdem am Abend des 11. März 2020 die erste Infektion mit dem Corona-Virus in Korschenbroich bestätigt wurde, hat der Krisenstab der Verwaltung heute festgelegt, dass alle städtischen Veranstaltungen zunächt bis zum 30. März 2020 abgesagt werden. Über darüber hinausgehende Absagen wird im Laufe der kommenden Woche entschieden. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, teilt der Beigeordnete und Leiter des Krisenstabes Thomas Dückers mit. „Unter den aktuellen Umständen ist die Absage der Veranstaltung die wirksamste Methode, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Wir empfehlen anderen Veranstaltern wie Vereinen, unserem Vorbild zu folgen und zunächst von nicht zwingend gebotenen Veranstaltungen abzusehen“. Von der Absage sind unter anderem die für das kommende Wochenende vorgesehene Comedy-Veranstaltung (NightWash Live) in der Realschule, der stadtweite Aktionstag "Saubere Stadt" sowie die am Sonntag beginnende Internationale Orgelwoche betroffen. Bürgermeister Marc Venten sieht die Stadt in der Pflicht: „Unser Ziel ist es, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, um jederzeit eine medizinische Versorgung der Erkrankten sicherzustellen. Wir haben dabei vor allem die gefährdeten Gruppen im Blick. Für diese Menschen tragen wir alle auch mit unserem persönlichen Verhalten Verantwortung.“ Aufgrund der gehäuften Anzahl von Bürgeranfragen wird die Verwaltung eine aktualisierte Liste von Fragen und Antworten zum Thema Corona-Virus auf der Homepage zur Verfügung stellen. Erster Ansprechpartner sollte jedoch weiter das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss unter der Rufnummer 02181 601-7777 bleiben.

Update 11.03.2020 - 20.30 Uhr

Am heutigen Abend wurde die erste Infektion mit dem Coronavirus in der Stadt Korschenbroich bestätigt. Die Verwaltung erhielt eine entsprechende Meldung durch das Gesundheitsamt des Rhein-Kreis Neuss. Der Betroffene wurde daraufhin umgehend durch das städtische Ordnungsamt unter Quarantäne gesetzt. Da ein Kind des Betroffenen die Grundschule Pesch (Teilstandort der St. Andreas Schule Korschenbroich) besucht, entschied der Krisenstab der Verwaltung noch am Abend in Absprache mit dem Gesundheitsamt die Grundschule Pesch sowie die OGTS am selben Standort zunächst bis zum 13. März zu schließen. Das Kind nahm in dieser Woche bereits vorsorglich nicht mehr am Unterricht teil. Sobald alle notwendigen Erkenntnisse vorliegen, wird über das endgültige Vorgehen entschieden. Die betroffenen Eltern wurden über die Schulleitung über die getroffenen Maßnahmen informiert. Die Verwaltung wird am morgigen Donnerstag über den Umgang mit den übrigen anstehenden Veranstaltungen im Stadtgebiet informieren. Informationen des Schulministeriums zum Thema Corona-Virus und Auswirkungen auf Schulunterricht finden Sie hier.

Update 11.03.2020 - 18 Uhr

Im Kreisgebiet sind heute zudem sechs neue Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle auf insgesamt sieben. Alle Infizierten haben keine minderjährigen Kinder. Drei der heute positiv getesteten Personen wohnen in Meerbusch, je eine in Grevenbroich, Neuss und Jüchen. Ein positiv getesteter Mann aus Meerbusch hatte Kontakt zu einer mit dem Virus infizierten Person in Konstanz. Er zeigt nur leichte Symptome und wurde auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die Stadt Meerbusch unter Quarantäne gesetzt. Ein Mann aus Meerbusch ist vor wenigen Tagen aus einem Urlaub in Südtirol zurückgekehrt und wurde jetzt positiv auf das Coronavirus getestet. Er zeigt nur leichte Symptome und wurde auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die Stadt Meerbusch unter Quarantäne gesetzt. Eine Frau aus Meerbusch hat sich im beruflichen Umfeld angesteckt. Sie zeigt nur leichte Symptome und wurde ebenfalls auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die Stadt Meerbusch unter Quarantäne gesetzt.

Ein Mann aus Jüchen ist ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Er zeigt nur leichte Symptome und wurde auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die Stadt Jüchen in Quarantäne gesetzt. Ein Grevenbroicher mit bereits abklingenden Symptomen wurde ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet. Auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes wurde er durch die Stadt Grevenbroich unter Quarantäne gesetzt. Eine Neusserin wurde ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet. Sie hat leichte Symptome und wurde auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die Stadt Neuss unter Quarantäne gesetzt. Insgesamt wurden aktuell 139 Personen im Kreisgebiet aufgrund eines Kontaktes mit einem mit dem Virus infizierten Patienten durch die Städte auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes in Quarantäne gesetzt.

Erwartungsgemäß hat sich die Zahl der vom Coronavirus Infizierten erhöht und wird sich auch weiter erhöhen – auch im Rhein-Kreis Neuss. Davon geht Landrat Hans-Jürgen Petrauschke aus, der die Menschen im Kreis dazu aufruft, besonnen zu bleiben: „Es ist jetzt wichtig, dass wir die Übertragungsketten identifizieren, unterbrechen und die Prozesse verlangsamen, um unsere Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen“, erläutert er. Petrauschke fügt hinzu: „Wir wollen die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen, um zum einen genügend Betten für schwere Fälle vorzuhalten. Zum anderen wollen wir Zeit gewinnen, damit hoffentlich bald ein wirksames Medikament gegen den Virus entwickelt werden kann.“

Der Landrat wirbt um Verständnis für Einschnitte im täglichen Leben, die bei der zu erwartenden weiteren Entwicklung in den nächsten Wochen noch zunehmen werden. Leider müssen Veranstaltungen abgesagt werden und Klassen und Kindergartengruppen geschlossen werden, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Er betont, dass alle Verantwortlichen im Kreis alles für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger unternehmen.

Der Rhein-Kreis Neuss arbeite eng mit den Kommunen, Ärzten, Kliniken und Rettungsdiensten zusammen und passe die Maßnahmen entsprechend der jeweils aktuellen Entwicklung an. „Alle Beteiligten haben bisher hervorragende Arbeit geleistet und werden dies auch weiterhin tun“, versichert Petrauschke. „Ich danke schon jetzt allen für ihren außerordentlichen Einsatz.“ Zum Beispiel mit dem Aufbau der Testeinrichtung der Corona-Verdachtsfälle zusammen mit der Stadt Neuss, der kassenärztlichen Vereinigung, und den niedergelassenen Ärzten, den Hilfsorganisationen und den Neusser Krankenhäusern habe der Rhein-Kreis Neuss die Voraussetzungen geschaffen, um Testungen durchzuführen, die die Arztpraxen entlasten. „Wir behalten die aktuelle Entwicklung im Blick und wollen weitere Hilfsangebote dort schaffen, wo sie erforderlich sind“, macht der Landrat deutlich.

Petrauschke weist eindringlich darauf hin, weiterhin die bekannten Vorsichts- und Hygienemaßnahmen weiter zu beachten. „Jeder kann durch achtsames Verhalten dazu beitragen, dass sich das Coronavirus nicht schnell weiter ausbreitet.“ Dazu gehöre regelmäßiges gründliches Händewaschen und das Achten auf die Husten- und Nies-Etikette ebenso wie das Meiden großer Menschenansammlungen.

Einrichtung für Corona-Verdachtsfälle geht am Mittwoch in Betrieb gehen
Die Stadt Neuss, der Rhein-Kreis Neuss und die Ärzteschaft richten derzeit in einer Trägergemeinschaft eine zentrale Testeinrichtung für Corona-Verdachtsfälle ein. Diese dient dazu die Haus- und Kinderärzte sowie die Notfallambulanzen der Krankenhäuser im Rhein-Kreis Neuss zu entlasten und soll am Mittwoch (11. März) ihre Arbeit aufnehmen. Das Test-Verfahren kann nur nach Zuweisung durch das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss in Anspruch genommen werden.

Menschen, die Symptome bei sich feststellen oder begründet annehmen mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, werden gebeten nicht unaufgefordert zum Arzt oder in das Krankenhaus zu fahren. Sie sollten zunächst telefonisch den Rat ihres Haus- bzw. Kinderarztes einholen, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 (ohne Vorwahl) oder die Hotline des Gesundheitsamtes unter der Rufnummer 02181 601-7777 kontaktieren. Die Hotline des Gesundheitsamtes ist Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr und Samstag und Sonntag zwischen 9 und 18 Uhr zu erreichen. Nur das Kreis-Gesundheitsamt kann Termine für einen Corona-Test in der Teststelle vergeben. Ein direktes Aufsuchen ohne vorherige Terminvereinbarung ist nicht möglich.  Zunächst ist geplant die Einrichtung montags bis donnerstags von 18 bis 20 Uhr zu besetzen. Die niedergelassenen Ärzte stellen das Personal und werden unterstützt durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter. Der Rhein-Kreis Neuss stellt die Schutzkleidung und organisiert die Terminvergaben.