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Entschädigung für von Quarantäne betroffene Unternehmen und selbständig Erwerbstätige

Menschen die seitens des Gesundheitsamtes unter Quarantäne gestellt wurden, dürfen ihr Zuhause nicht verlassen. Besonders kleinere Betriebe sollten bereits zum jetzigen Zeitpunkt überlegen, was sie in einer solchen Situation tun können, um ihren Betrieb aufrechterhalten zu können. Überall dort, wo sich mobile Arbeit anbietet, sollte sie bereits jetzt als Lösung in Betracht gezogen werden. Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung.

Bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für längstens sechs Wochen, soweit tarifvertraglich nicht anders geregelt, die Entschädigung auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag vom Landschaftsverband Rheinland erstattet. Ab der siebten Woche wird die Entschädigung auf Antrag des Betroffenen vom LVR an diesen direkt gezahlt. Selbstständig Erwerbstätige stellen den Antrag auf Entschädigung direkt beim Landschaftsverband Rheinland.

Voraussetzung für den Erhalt einer Entschädigung: Verdienstausfall infolge eines Tätigkeitsverbotes bzw. einer Absonderung nach Infektionsschutzgesetz (IfSG). Der Antrag auf Entschädigung muss schriftlich innerhalb von drei Monaten nach Einstellung des Tätigkeitsverbots oder Ende der Absonderung beim LVR-Fachbereich Soziale Entschädigung gestellt werden.

Weitere Informationen und den Online-Antrag finden Sie hier.
Bitte nutzen Sie nur diesen Zugang für eine Antragstellung, da aktuell Betrüger versuchen, mit gefälschten Webseiten an sensible Daten zu gelangen!
FAQs finden Sie hier.

Kontakt: Landschaftsverband Rheinland, Telefonische Auskünfte zu Verdienstausfällen bei Quarantänen, z.B. bei Verdacht einer Erkrankung an COVID-19 (Coronavirus): Tel. 0800 9336397 (Montag-Samstag: 7 Uhr - 20 Uhr) oder per E-Mail: ifsg@lvr.de

Entschädigung für Verdienstausfall wegen Kita- oder Schulschließungen

Eine neue Regelung im Infektionsschutzgesetz (seit 30.03.2020) soll finanzielle Nachteile auffangen, die entstehen, wenn Arbeitnehmer/innen oder Selbständige während der Corona-Krise wegen notwendig gewordener Kinderbetreuung ihrer Arbeit nicht nachgehen können.
Beachten Sie hierbei dass folgende vier Bedingungen zusammen erfüllt sein müssen:

  • Die Schule oder Kindertagesstätte, die das Kind des/der Mitarbeitenden oder des/der selbstständig Tätigen besucht, muss aufgrund behördlicher Anordnung zur Verhinderung der Verbreitung einer Infektionskrankheit geschlossen worden sein und
  • das Kind darf das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben (d.h. dass das Kind höchstens 11 Jahre alt ist) oder das Kind ist behindert und auf Hilfe angewiesen und
  • das Kind muss in der Zeit der Schließung von dem/der Arbeitnehmer*in bzw. dem/der selbstständig Tätigen selbst zu Hause betreut werden, weil
  • eine anderweitige zumutbare Betreuung nicht sichergestellt werden konnte.

 Kein Anspruch besteht bei Arbeitnehmer/innen, die

  • Kurzarbeitergeld bekommen oder
  • im Home Office arbeiten oder
  • die andere Möglichkeiten haben, ihrer Arbeit „vorübergehend bezahlt fernzubleiben". Dies ist zum Beispiel gegeben durch
    • den Abbau von Zeitguthaben oder
    • bezahlte Freistellung (nach § 616 BGB) oder
    • wenn der/die Arbeitnehmer*in aus anderen Gründen bezahlt freigestellt wird (d.h., wenn der/die Arbeitnehmer*in bereits nach anderen gesetzlichen, tariflichen, betrieblichen oder individualrechtlichen Grundlagen unter Fortzahlung des Entgelts oder einer der Höhe nach dem Entgelt entsprechenden Geldleistung der Arbeit fernbleiben kann) oder
    • für Beamte*innen.

Anspruch besteht aber z.B. auch für Minijobber!

Weitere Informationen und den Online-Antrag erhalten Sie hier.
Bitte nutzen Sie nur diesen Zugang für eine Antragstellung, da aktuell Betrüger versuchen, mit gefälschten Webseiten an sensible Daten zu gelangen!
FAQs finden Sie hier.
Kontakt:  Landschaftsverband Rheinland unter Tel. 0800 9336397 (Montag-Samstag von 7 Uhr - 20 Uhr); E-Mail: vwk@lvr.de


Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung finden Sie im Bürgerserviceportal.