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Soforthilfe für freischaffende Künstlerinnen und Künstler

Mit einer Soforthilfe der Landesregierung können freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten können, eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 € erhalten, die später nicht zurückgezahlt werden muss.

Voraussetzungen für den Zuschuss sind: 

  • die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse und 
  • der Nachweis des Honorarausfalls (z.B. durch einen Vertrag plus Absage der Veran-staltung)

Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei der Bezirksregierung in Düsseldorf beantragt werden. Antragsfrist: 31.05.2020 Weitere Informationen sowie das Antragsformular finden Sie hier.

Maßnahmen für Versicherte der Künstlersozialkasse

Zahlungserleichterungen / Zahlungsaufschub
Bestehen durch die Auswirkungen des Corona-Virus akute und schwerwiegende Zahlungs-schwierigkeiten können Sie einen formlosen, schriftlichen Antrag auf Stundung der Beiträge oder Ratenzahlung stellen; dies ist auch per E-Mail an auskunft@kuenstlersozialkasse.de möglich.

Der Antrag soll eine kurze Begründung zu den Umständen der Zahlungsschwierigkeiten bein-halten. Ohne weitere Ermittlungen kann in diesen Fällen eine zinslose Stundung bis zu-nächst 30. Juni 2020 erfolgen. Dies bedeutet, dass die monatlichen Beitragsforderungen zwar nach wie vor entstehen, je-doch von der Künstlersozialkasse nicht vor Juli 2020 geltend gemacht werden.

Minderung des voraussichtlichen Arbeitseinkommens
Es besteht auch die Möglichkeit, das geschätzte Jahreseinkommen anzupassen. Wenn die Einkommenserwartung infolge der Corona-Krise herabgesetzt werden muss, wird die Versicherungspflicht bis auf weiteres im laufenden Jahr auch dann fortgesetzt, wenn das Mindesteinkommen von 3.900 € jährlich nach aktueller Einschätzung nicht erreicht werden kann. Das heißt, auch wenn Sie durch die Minderung des Einkommens die Voraussetzungen für die Versicherungspflicht nicht mehr erfüllen würden, wird die Versicherung nicht beendet und der bestehende Versicherungsschutz geht durch eine Einkommenskorrektur bis auf weiteres nicht verloren.

Maßnahmen für abgabepflichtige Unternehmen

  1. Verlängerung des Termins zur Abgabe der Meldung abgabepflichtiger Entgeltzahlungen des Jahres 2019: Wenn sich durch betriebliche Umstände Verzögerungen bei der Erstellung der Mel-dung abgabepflichtiger Entgeltzahlungen des Jahres 2019 ergeben sollten, kann eine Verlängerung der gesetzlichen Abgabefrist bis zum 30.06.2020 gewährt werden. Einen formlosen schriftlichen Antrag können sie mit einer kurzen Begründung per E-Mail an abgabe@kuenstlersozialkasse.de richten.
  2. Zahlungserleichterungen: Bestehen durch die Auswirkungen des Corona-Virus akute und schwerwiegende Zah-lungsschwierigkeiten können Sie einen formlosen, schriftlichen Antrag auf Stundung oder Ratenzahlung stellen. Dies ist auch per E-Mail an abgabe@kuenstlersozialkasse.de möglich. Der Antrag soll eine kurze Begründung zu den Umständen der Zahlungsschwierigkeiten beinhalten. Ohne weitere Ermittlungen kann in diesen Fällen eine zinslose Stundung bis zunächst 30. Juni 2020 erfolgen. Dies bedeutet, dass Künstlersozialabgaben und monatliche Vorauszahlungen zwar nach wie vor entstehen, jedoch von der Künstlersozialkasse bis zum genannten Zeit-punkt nicht geltend gemacht werden.
  3. Herabsetzung der monatlichen Vorauszahlung: Wenn abzusehen ist, dass die abgabepflichtigen Entgeltzahlungen im laufenden Jahr durch die Auswirkungen des Corona-Virus erheblich geringer ausfallen als im Vorjahr, können die monatlichen Vorauszahlungen auf Antrag herabgesetzt werden. Dazu kann der auf der Homepage der Künstlersozialkasse hinterlegte Antrag genutzt oder ein formloses Schreiben eingereicht werden. Der Antrag kann auch per E-Mail an abgabe@kuenstlersozialkasse.de oder telefonisch gestellt werden. Im Antrag ist die im Jahr 2020 voraussichtlich zu erwartende Summe der abgabepflichtigen Entgeltzahlungen sowie eine kurze Begründung anzugeben.

Weitere Informationen erhalten Sie hier oder über das Kultur- und Wissenschaftsministerium NRW

Landwirtschaftliche Betriebe

Die NRW-Soforthilfe 2020 für wirtschaftlich durch die Corona-Krise geschädtigte Unternehmen gilt auch für Landwirte und Betriebe mit landwirtschaftlicher Urproduktion.

Möglichkeiten der Liquiditätssicherung für Unternehmen der Landwirtschaft:

Weitere Informationen zu den Programmen für Landwirtschaft und Gartenbau erhalten Sie hier

 
Möglichkeiten zur Sicherung der Erntehelfer:
 
"Das Land hilft" - Job-Vermittlungsplattform des Maschinenrings in Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
"Saisonarbeit in Deutschland" - ein Angebot des Deutschen Bauernverbandes
"Erntehelfer dringend gesucht" - Mitmachaktion beim Rheinischen Landwirtschafts-Verband
"Wir suchen Hilfe für die Ernte" - Mitmachaktion beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband  
"#RettetDieErnte" - überregionales Job-Vermittlungsportal von top agrar  
"AgarJobBörse" - ein Angebot der Landwirtschaftskammern 
"AgroBrain" - vermittelt Erntehelfer aus anderen Branchen an die Landwirtschaft 

Selbstverständlich steht Ihnen auch die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.

Weitere Informationen und Kontakt zum NRW-Landwirtschaftsministeriums:
Tel. 0211 / 45 66 765 (Hoteline von 9 - 15 Uhr)

Häufige Fragen und Antworten:

Welche Hilfen gibt es speziell für Landwirte?
Es gibt Darlehen von der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Wer kann Anträge stellen?
Landwirte, Gartenbaubetriebe und Winzer können bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank ab sofort Kredite beantragen, um die Liquidität ihrer Unternehmen zu sichern.
Nicht gefördert werden „Unternehmen in Schwierigkeiten“ im Sinne des EU-Rechts. Die Darlehen haben eine Laufzeit von 4, 6 oder 10 Jahren, ein Jahr ist jeweils tilgungsfrei. Das Programm ist bis 30. Juni 2021 gültig.

Wo stelle ich den Antrag?
Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre Hausbank.

Weitere Infos: Landwirtschaftliche Rentenbank ,Service-Nummer für Kreditanfragen: 069/2107-700

Ich bin Landwirt und selbst erkrankt. Wo bekomme ich Unterstützung?
Falls Sie als Betriebsleiter erkranken, können Sie sich an die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) wenden. Sie kann einen Betriebshelfer stellen oder sie übernimmt die Kosten für einen selbst organisierten Betriebshelfer.
Ob das möglich ist, hängt vom konkreten Einzelfall und von der Abstimmung mit den Behörden vor Ort ab.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der SVLFG

Ich bin Landwirt und habe Flächen gepachtet. Wegen der Corona-Krise kann ich meine Pacht nicht bezahlen. Welchen Schutz vor Kündigung habe ich?
Landwirten, die wegen der Corona-Krise Schwierigkeiten haben, ihre Pacht zu zahlen, darf bis zum 30. Juni 2020 nicht einseitig gekündigt werden.

Stimmt es, dass keine Erntehelfer aus dem Ausland mehr zu uns kommen dürfen?
Ja. Angesichts der raschen Ausbreitung des Coronavirus hat das Bundesinnenministerium weitere Einreisebeschränkungen nach Deutschland beschlossen. Saisonarbeitern und Erntehelfern wird die Einreise verweigert. Das betrifft Drittstaaten, Großbritannien, EU-Staaten, die den Schengen-Besitzstand nicht voll anwenden und Staaten, die Binnengrenzkontrollen vorübergehend wiedereingeführt haben. Die neue Regelung wird regelmäßig überprüft. Das bedeutet, dass sie nicht zwingend für die gesamte Vegetationsperiode gelten muss.

Mein Betrieb ist auf Saisonarbeitskräfte angewiesen. Was ist mit der kurzfristigen Beschäftigung (70-Tage-Regelung)?
Saisonarbeitskräfte, die bereits in Deutschland sind, können jetzt länger sozialversicherungs-frei arbeiten. Sie dürfen nun eine kurzfristige Beschäftigung für bis fünf Monate oder bis zu 115 Tage im Kalenderjahr ausüben. Bisher war das nur für bis zu 70 Tage möglich.
Das Kriterium der Berufsmäßigkeit für die Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft gilt weiterhin. Die Ausweitung der 70-Tage-Regel für die Saisonarbeitskräfte reduziert auch die Mobilität und damit die Infektionsgefahr. Diese Änderung gilt befristet bis zum 31. Oktober 2020.
Dennoch: Wir benötigen für viele Bereiche des Agrarsektors, besonders den Obst- und Gemüsebau, Saisonarbeitskräfte aus den europäischen Nachbarstaaten für die jetzt anstehenden Pflanzenarbeiten, so beispielsweise bei Salaten, und bei den anstehenden Ernten wie Spargel, gefolgt von den Erdbeeren. Die Bauern alleine können das nicht schaffen. Wir brauchen jetzt Menschen, die bereit sind, aushilfsweise in der Landwirtschaft zu arbeiten.

Ich suche Saisonarbeitskräfte. Wohin kann ich mich wenden?
Der Bundesverband der Maschinenringe hat – unterstützt vom Bundeslandwirtschaftsministerium - eine digitale Plattform für die Vermittlung von Arbeitskräften in der Corona-Krise live geschaltet. Sie stellt kostenlos und unbürokratisch den Kontakt zwischen Landwirten und sich anbietenden Arbeitskräften her:
https://www.daslandhilft.de/

Ich bin Arbeitgeber und möchte meine Arbeitnehmer während der Corona-Krise an ein anderes Unternehmen überlassen. Unter welchen Bedingungen darf ich das tun?
Überlassungen sollen in der Corona-Krise ohne Erlaubnis möglich sein. Das heißt, dass Arbeitskräfte für unterschiedliche Betriebe arbeiten können.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat hierzu weitere Informationen veröffentlicht.


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