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Wo kommen eigentlich unsere Straßennamen her?

Hier finden Sie eine Übersicht von Straßennamen in der Stadt Korschenbroich. Wir haben uns mal die Mühe gemacht und die Herkuft der Straßennamen dokumentiert – von A wie Antoniusstraße bis W wie Wankelstraße. Wir wünschen viel Spaß bei der kleinen Bildungsreise durch unsere Straßen.

Jane-Addams-Weg - Korschenbroich

Gymnasiallehrer; nach dem Zusammenbruch Preußens 1806 Vorkämpfer einer nationalen Erziehung; besonders des Turnens (Turnvater); später als »Demagoge« verfolgt, 1848 in die Nationalversammlung gewählt; schuf 1811 in der Hasenheide (Berlin) den ersten Turnplatz

Josef-Thory-Strasse - Kleinenbroich

04.12.1868 in Heinsberg geboren, 17.02.1950 in Kleinenbroich gestorben. Thory wurde am 15.08.1892 zum Priester geweiht. Er war zunächst Kaplan in Mönchengladbach und Rheydt. 1901 wurde er Pfarrer in Recht (Krs. Malmedy) und kam 1912 nach Kleinenbroich. Er bemühte sich besonders um das kirchliche Vereinsleben und gründete die Marianischen Kongregationen für Jünglinge und Jungfrauen und widmete sich der Arbeit im katholischen Arbeiterverein.

Käthe-Kollwitz-Straße - Korschenbroich

Geb. Schmidt 08.07.1867 in Königsberg, gest. 22.04.1945 in Moritzburg (b. Dresden); Grafikerin, Bildhauerin; 1919-1933 Professorin an der Preußischen Akademie der Künste, schuf v.a. Zeichnungen und grafische Folgen, die von tiefem menschlichen Mitgefühl und sozialem Engagement für das Proletariat geprägt sind. 1994 wurde die vierfach vergrößerte Skulptur "Mutter mit dem totem Sohn" in der Neuen Wache in Berlin als Mahnmal ("Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft") aufgestellt.

Kolpingstraße - Kleinenbroich

Am 8. Dezember 1813 wurde Adolph Kolping in Kerpen bei Köln geboren. Er stammte aus einer kinderreichen Arbeiterfamilie. Auf der Wanderschaft als Schuhmachergeselle lernte er das Elend der Handwerksgesellen kennen. Im Jahre 1845 wurde er zum Priester geweiht und gründete 1849 als Domvikar in Köln einen Gesellenverein. Auf zahlreichen Reisen verbreitete er die Idee des Gesellenvereines in Deutschland, Österreich, in der Schweiz und in Nordamerika. Ziel dieses Vereines waren Weckung des Familiengeistes, Erziehung zur Ehre und Berufstüchtigkeit. Am 4. Dezember 1865 verstarb Adolph Kolping; seine Gebeine ruhen seit dem 30. April 1866 in der Minoritenkirche zu Köln. Papst Johannes Paul II. sprach den "Gesellenvater" am 27. Oktober 1991 selig.

Laurentiusstraße - Kleinenbroich

Laurentius von Rom, Erzdiakon des Papstes Sixtus II., starb nach der frühen Überlieferung am 10. August zusammen mit vier Klerikern den Martertod. Nach der legendären dramatischen Leidensgeschichte, die bereits Ambrosius im 4. Jahrhunderts bekannt war, wurde Laurentius auf einem Rost zu Tode gebraten. Unter Konstantin wurde bei seinem Grab im Coemeterium an der Tiburtinischen Straße eine Basilika errichtet. Ebenso fand in der 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts dort schon am 4. August die Festfeier statt. Das Grab des Märtyrers erfreute sich eines wachsenden Pilgerbesuchs. Die Kirche S. Lorenzo fuori le mura gehört zu den sieben Hauptkirchen Roms. Laurentius von Rom wird dargestellt im Gewand eines Diakons mit Geldbeutel, Broten oder Rost.

Luise-Hensel-Straße - Kleinenbroich

Geb. 30.03.1798 in Linum (b. Neuruppin), gest. 18.12.1876 in Paderborn; Dichterin; Tochter eines protestantischen Predigers, befreundet mit Clemens Brentano; konvertierte 1818 zum Katholizismus; schrieb schlicht-fromme geistliche Lieder ("Müde bin ich, geh' zur Ruh...").

Maria-Merian-Straße - Korschenbroich

Geb. 02.04.1647 in Frankfurt a.M., gest. 13.01.1717 in Amsterdam; Malerin, Kupferstecherin, Naturforscherin; veröffentlichte naturwissenschaftliche Werke mit realistischen, kolorierten Stichen, besonders über die Insekten von Surinam.

Mutter-Teresa-Straße - Korschenbroich

Geb. 27.08.1910 in Skopje, gest. 05.09.1997 in Kalkutta; eigentlich Agnes Gonxha Bojaxhio, indische katholische Ordensgründerin albanischer Herkunft; sie trat mit 18 Jahren den "Schwestern von Loreto" bei; zunächst Lehrerin an einer Missionsschule des Ordens in Kalkutta, gründete dort 1950 die "Missionarinnen der Liebe", eine dem Dienst an den Waisen, (Lepra-)Kranken und Sterbenden verpflichtete Schwesternkongregation, und stand dieser bis 1997 als Generaloberin vor. In Indien als "Engel der Armen" verehrt, erwarb sich Mutter Teresa weltweit Achtung und erhielt zahlreiche Ehrungen u.a. 1971 (als erste Trägerin) den Friedenspreis des Papstes und 1979 den Friedensnobelpreis.

Rigoberta-Menchu-Straße - Korschenbroich

Rigoberta Menchu ist eine Politikerin in Guatemala, geb. 9.1.1959, aus dem Stamm der Quiché-Indianer. Sie musste 1983 nach Mexiko emigrieren. Seit 1983 sitzt sie in der Menschenrechtskommission der UN und ist seit 1986 Beraterin der UN für die Rechte der indianischen Bevölkerung. 1992 erhielt sie den Friedensnobelpreis

Sebastianusstraße - Korschenbroich

Zur kommunalen Neugliederung 1975 wurde die Hochstraße in Korschenbroich in Sebastianusstraße umbenannt. Sie wurde nach dem hl. Sebastian benannt, einem römischen Märtyrer, der vermutlich in Mailand geboren wurde undin Rom im 3. oder 4. Jahrhundert verstarb. Nach der Legende war er ein römischer Offizier und Märtyrer in der diokletianischen Christenverfolgung. Der hl. Sebastian gilt als Schutzpatron der Jäger und Schützen.