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Die Natur genießen und achten

Luft, Boden und Wasser. Feld, Wald und Wildtiere. Menschen, Häuser und Verkehr. Unsere Umwelt braucht Balance. Jede globale und lokale Veränderung hat Auswirkungen. Hier stellen wir Initiativen und Ideen aus unserer Stadt vor.  

Engagement im Klimaschutz

Sonne blitzt durch Wolken vom strahlend blauen Himmel

Zahlreiche Ideen und Maßnahmen drehen sich um den Klimaschutz in unserer Stadt.

Auch überregionale Initiativen greifen in unserem Stadtgebiet. Zur Einsparung von Energie und zur Reduzierung von Treibhausgasen finden Unternehmen beispielsweise nützliche Tipps beim Portal der IHK. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und seine Kooperationspartner haben für Pendler ein Portal der Fahrgemeinschaften eingerichtet.

Täglich neu entscheiden

Umweltbewusstes Verhalten fängt im Alltag an. Muss ich mich mit dem Auto von A nach B bewegen? Oder kann ich das Fahrrad nutzen, wie die Initiative "Stadtradeln" es empfiehlt? Wenn ich bei lokalen Erzeugern kaufe, muss mein Essen nicht um den halben Globus reisen, ehe es auf meinem Teller landet. Ich kann Müll vermeiden und den anfallenden Abfall sorgfältig trennen. Tipps und Vorschriften dazu stehen im Korschenbroicher Abfallkalender. Gartenbesitzer können einen Komposthaufen anlegen. Entsiegelt man seinen Vorgarten und entfernt Kies, Stein und Schotter zugunsten bühender Pflanzen, gibt es dafür sogar eine finanzielle Unterstützung von der Stadt. Ein neuer Wettbewerb belohnt Grünfassaden. Im Sommer kann man sich bei Trockenheit um das Gießen der Bäume und Büsche im offentlichen Grün kümmern. Übrigens regelt die Baumschutzsatzung, welche Arten beispielsweise nicht gefällt werden dürfen und welche Maßgaben bei Ersatzpflanzungen gelten.

  • Fahrzeuge kreuzen auf Landstraße zwischen Liedberg und Pesch
  • buntes Insektenhotel aus Steinen und Naturmaterialien
  • Blühstreifen mit Löwenzahn bei Lüttenglehn

Die Stadt kümmert sich darum, dass Insekten auf Brachen und Ackerrandstreifen Lebensraum finden. Totholz bleibt im Wald liegen als Siedlungsraum für beispielsweise Käfer und Pilze. Insektenhotels stehen auf allen Obstwiesen der Stadt. Diesen Beispielen kann man im privaten Grün folgen. Wer sich darüber hinaus engagieren möchte, kann politisch tätig werden, sich einer Naturschutz-Gruppe oder einem entsprechenden Verein anschließen. Man kann viele Zeichen setzen pro Umweltschutz und Artenvielfalt. Dazu gehört auch der Arbeitseinsatz im Amphibienschutz oder im Rahmen des einjährigen "Bundesfreiwilligendienstes". Namensendungen wie -aue, -broich oder -bruch weisen schon darauf hin, dass sich weite Teile des Stadtgebietes auf ehemals sumpfigem Bruchwald befinden. Beim Spaziergang im Hoppbruch ist diese niederrheinische Landschaftsform  anschaulich zu erleben. Eingriffe in den Grundwasserhaushalt - bedingt durch den Braunkohleabbau in der Region - halten die Grundwasserstände künstlich niedrig. Endet der Kohleabbau, drohen Grundwasserschäden an vielen Häusern. Um dem entgegenzuwirken, arbeiten der Rhein-Kreis Neuss, der Erft-Verband und die Stadt Korschenbroich gemeinsam an der Kappung von Grundwasserspitzen.   

Einen Baum pflanzen auf der Hochzeitswiese

Mehrere Spaten im Kreis aufgestellt auf der Hochzeitswiese mit jungen Bäumen im Hintergrund

Zu besonderen Anlässen können Bürgerinnen und Bürger einen Obstbaum stiften und pflanzen. Dazu stehen im Stadtgebiet spezielle Hochzeitswiesen bereit. Der Pflanzanlass kann die grüne, Silber- oder Goldhochzeit sein, ebenso ein Firmenjubiläum, ein runder Geburtstag oder beispielsweise eine Taufe. Dieser wiederbelebte Brauch schafft neue Streuobstwiesen. Sie sind traditionelle bäuerliche Landschaftselemente unserer Gegend. Am jeweiligen Baum kann eine Hinweistafel angebracht werden mit Namen, Anlass und Datum. Man hat die Wahl zwischen Apfel, Birne, Pflaume und Walnuss. Gepflanzt wird im Frühling und im Herbst. Die Pflege der Bäume übernimmt die Stadt. Spendende bekommen eine Urkunde und ein fünfzehnjähriges Ernterecht. Weiter Infos finden Sie im Bürgerserviceportal.

Einen Baum pflanzen vor der eigenen Tür

Hausbäume sind im Straßenbild nur noch selten zu sehen. Damit dies anders wird, hat die Stadt ein Förderprogramm aufgelegt. Wer auf seinem Grundstück einen Hochstamm mit mindestens zwölf Zentimetern Stammumfang pflanzt, kann einen Zuschuss von 100 Euro bekommen. Dieses Geld wird für maximal zwei Bäume gezahlt. 

Dabei kann es sich beispielsweise um ein Feldahorn, eine Felsenbirne, Marone, Hasel, Buche oder Schwarznuss, einen Zierapfel, eine Weide oder Linde handeln. Nähere Infos dazu hat Dr. Theo Verjans, 02161 613 146, Theo.Verjans@Korschenbroich.de

Flora und Fauna erkennen

Storch auf Straßenlaterne in Schlich

Ein Storch auf einer Straßenlaterne in Schlich? Viele Vogelarten leben bei uns oder legen eine Rast auf ihrer Reise ein. In Zusammenarbeit mit der Vogelschutzgruppe hat die Stadt eine umfangreiche Artenliste aller bei uns vorkommenden Vögel erstellt. Sie führt 173 Arten auf, die als Brutvögel oder Nahrungsgäste beziehungsweise Durchzügler bei uns gesichtet wurden. Der Steinkauz ist dabei und der Silberreiher, der Turmfalke und das Rotkehlchen. Die Liste enthält auch Angaben zum Status, zur Verbreitung, Gefährdung und zu den spezifischen Ansprüchen der jeweiligen Arten. Auch für heimische Schmetterlinge, Amphibien und Pflanzen gibt es eine entsprechende Erfassung.