Kultur

Kabarett

 

Ein Abonnement für alle fünf Kabaretts ist für 98,- Euro erhältlich und kann per Mail an kultur@korschenbroich.de  bestellt werden. Geben Sie bitte Ihren Namen und Ihre Adresse sowie die Anzahl der gewünschten Abonnements bekannt. Danach erhalten Sie die Karten per Post mit Rechnung.

Hier finden Sie den Flyer.

 

       

 

Im brandneuen Kom(m)ödchen-Stück geht es um die richtig großen Fragen: Was ist der Sinn des Lebens? Welche Werte braucht eine Gesellschaft? Was muss man heute können, um sich in der Welt zu behaupten? Und wie ging noch mal Kochen ohne Thermomix? Vier Eltern stehen vor der schwierigsten Aufgabe ihres Lebens: Sie wollen eine Rede für die Abi-Feier ihrer Kinder schreiben. Eine Rede, die alles enthalten soll, was wir den kommenden Generationen mit auf den Weg in die Welt geben wollen. Das Problem ist nur: In welche Welt? Denn alle vier sehen die Realität komplett unterschiedlich. Vier starke Charaktere crashen in einem rasanten Ritt frontal aufeinander. Hochkomisch und sehr politisch zerlegen sie die großen Utopien der Menschheit, die Niederungen der Politik und auch ihre eigenen Beziehungen. Mit vielen Rollenwechseln, Songs und ungebremster Spiellust zeigt das Kom(m)ödchen-Ensemble, wie schwer es heute ist, sich auf eine Idee der Zukunft zu einigen. Zumal das Unberechenbare an diesem Abend plötzlich in ihr Leben tritt... Ein neues Stück von Dietmar Jacobs, Christian Ehring und Martin Maier-Bode unter der Regie von Hans Holzbecher. Mit dem Kom(m)ödchen-Ensemble: Maike Kühl, Daniel Graf, Martin Maier-Bode und Heiko Seidel.

 

 

 Unsere Welt verändert sich mit rasender Geschwindigkeit. Als Kinder glaubten wir an eine glorreiche Zukunft, an den digitalen Reisewecker und Hoverboards. Heute kommunizieren wir über Uhren mit Menschen auf anderen Kontinenten, essen in Algen gerollten rohen Fisch und Heino covert Rammstein. Das war nicht vorauszusehen! Vince Ebert wagt einen Blick in die Zukunft. Wie werden wir in 20 Jahren sein? Wird uns Youtube mit Katzenvideos in den Wahnsinn treiben? Kann die Erderwärmung durch Social Freezing verhindert werden? Und wieso sind fast alle Zukunftsprognosen falsch? Wir fliegen heute nicht mit Rucksackraketen durch die Lüfte, haben keinen Warp-Antrieb und noch immer kein Mittel gegen Krebs. Dafür die iWatch, keine Mauer mehr und Viagra. Ganz ehrlich, wer braucht da schon Rucksackraketen? Zukunft läuft immer anders ab, als man denkt. Vince Ebert stellt sich der Zukunft: Big Data, selbstfahrende Autos und Berufsaussichten im Odenwald. Mit auf der Bühne ist VAL: sein virtueller Sidekick – ein mit den Algorithmen einer Wienerin programmierter, rebellischer Computer. Kann man überhaupt etwas Fundiertes über die Zukunft sagen? Der Diplom-Physiker behauptet: JA! Die Thermodynamik besagt eindeutig, dass es mit unserem Universum unaufhaltsam bergab geht. Anderseits sagt sie auch: „Man kann den absoluten Nullpunkt niemals erreichen“. Egal, wie beschissen es Dir also geht, es ist immer noch Luft nach unten. Und das ist doch schon mal eine tröstliche Botschaft. Live long and prosper. Zukunft is the future!

 

 

 

 Blattläuse haben es leicht. Wenn ihnen nach Fortpflanzung zumute ist, gebären die Lausmädels ohne Zutun eines Lausbuben bis zu zehn Töchter am Tag. Sie müssen nicht fragen: „Zu mir oder zu dir? Sie fragen: „Zu mir oder zu mir?“ So einfach kann das Leben sein. Doch etwas muss ja dran sein am Sex. Jedenfalls hat sich der Austausch von Körperflüssigkeiten zwecks Fortpflanzung bei 99% der Tierarten durchgesetzt. Wir sind Tiere und werden es immer bleiben. Daran erinnert uns der Sex, weshalb er so beunruhigend, aufwühlend, bedrohlich und…..so angenehm ist. So wundern wir uns über das Tierhafte unserer Körper und empfinden sie gelegentlich als peinlich, abstoßend und vulgär. Kann die Religion diese Scham erklären oder erklärt die Scham gar die Religion? Denn in der bunten Götterwelt finden wir bereits alle Spielarten der Sexualität wieder, auch die Homoerotische. Und schon immer hat die Religion das versucht, was wir heute endlich geschafft haben: Wir können Kinder zeugen ohne Zeugungsakt und Sex genießen ohne Kinder zu zeugen. Aber was macht sexy? Was lehrt uns die Erotik über uns selbst? Und welche Lebensweisheiten können wir aus ihr gewinnen? Jürgen Becker bittet zum Blick durchs Schlüsselloch. Das Publikum darf sich beim Liebesspiel mit Worten aufs angenehmste gekitzelt fühlen und beim Anblick von hundert erotischen Meisterwerken in Deckung bleiben – und spürt dabei geflissentlich, dass schöne Schenkel nicht nur im Bett betören. Gelegentlich darf man sich auch darauf klopfen.

 

Machen wir uns doch nichts vor: Kabarett ist dieser Tage wichtiger denn je! Die gefühlte Arschlochdichte und Idiotenkonzentration, die Sackgesichtsüberfülle und Kackbratzendurchseuchung, die allgemeine, bimssteinere Generalverblödung und präsenile Allgemeinabstumpfung, kurz: die cerebrale Fäulnis in diesem Land war, subjektiv gefühlt, immer schon hoch, aber nun lässt sich dieses trübe Faktum nicht mehr im Experiment nachweisen, sondern ist für uns alle, die wir über einen entwickeltes humanoides Sensorium, über Geist, Witz, Verstand und Geschmack verfügen, fühlbar im Freiland angekommen. Und dort im Freiland zelte ich, bereit, sich diesem geradezu enzephalen Unsinn, gegürtet mit Schwert und Poesie, gewandet in die lange Unterhose tröstenden Mutterwitzes und weiterhin unter Verzicht auf jegliche Pantomime, in den Weg zu stellen. Denn wie schon Erasco von Rotterdam wusste: Wer oft genug an´s Hohle klopft, der schenkt der Leere Geräusch.
 

 

           

Tina Teubner, begnadete Komikerin, überirdische Musikerin, Kernkompetenz auf dem Gebiet des autoritären Liebesliedes, hat die Erziehung ihres Mannes erfolgreich abgeschlossen und sucht nach neuen Herausforderungen. Die Grenzen zwischen „privat“ und „politisch“ sind nicht mehr aufrecht zu erhalten. Die Welt brennt: Tina wagt den Blick ins Innerste. Mit ihrer rasiermesserscharfen Intelligenz, ihrem unwiderstehlichen Humor und ihrer weltumfassenden Herzenswärme scheucht sie ihr Publikum auf: Nicht kratzen. Waschen. Tolstoi schreibt: „Alle wollen die Welt verändern, niemand sich selbst.“ Wie wäre es mit folgendem Geschäftsmodell: Tina verändert die Welt, Ben muss an sich arbeiten, und das Publikum darf dabei zugucken. „Tina Teubner war, ist und bleibt die aufregendste, nachhaltigste und unterhaltsamste Frau der deutschen Kleinkunstszene.“ (HSA) Zwei Stunden Tina Teubner sind so schön wie die erste Liebe und so wirksam wie zwei Jahre Couch. Hingehen!

 



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