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Kleinenbroich

Attraktive Wohnquartiere und viele Einkaufsmöglichkeiten prägen Kleinenbroich mit den Ortsteilen Martinshütte, Rhedung, Eickerend und Überseite. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat der zweitgrößte Stadtteil Korschenbroichs magnetische Wirkung auf zuzugswillige Familien. Das liegt nicht zuletzt an der bequemen Bahnanbindung mitten im Ort.

  • Blick in eine Häusersiedlung. Vor den Häusern befinden sich Grünflächen.

Ursprünglich war Kleinenbroich ein Straßendorf mit verstreut liegenden Höfen und Anwesen. Die Weichen für schnelles Wachstum stellte die Aachen-Düsseldorfer Eisenbahn-Gesellschaft. Sie schuf neue Verkehrsanbindungen. Einziger Haltepunkt auf dem Abschnitt zwischen Mönchengladbach und Neuss war zunächst Kleinenbroich. Der Bahnhof präsentiert sich heute einladend, modern und auf der Höhe der Zeit. Das klassizistische Empfangsgebäude aus dem Jahr 1851 steht unter Denkmalschutz und ist das Zuhause verschiedener Vereine.

Eine Rundfahrt durch Kleinenbroich ermöglicht eine Reise durch die jüngere Stadtplanungs- und Architekturgeschichte. Vom Zentrum beginnend, findet man die typische Siedlungsbauweise der 1950er bis 70er Jahre. Ein kombiniertes Wohn- und Geschäftszentrum – typisch für die 1980er Jahre – liegt „Auf den Kempen“. Schachbrettartig angeordnete Straßen mit Reihenhäusern und Doppelhaushälften beschreiben den Geschmack der 90er Jahre. Vierkanthöfe waren Inspirationsquelle für neue Wohnquartiere nach der Jahrtausendwende. Ebenfalls jüngerer Trend: Siedlungen um eine zentrale Spiel- und Grünfläche herum zu planen, so auf dem Eickerender Feld zu sehen. In welcher Form aktuell Eigenheimträume wahr werden, ist an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße zu sehen. Mit der Haupt- und der Realschule befinden sich zwei der drei städtischen weiterführenden Schulen in Kleinenbroich.

Zu den historisch besonders interessanten Landmarken in Kleinenbroich gehört Haus Randerath. Um 1100 wird Lehensritter „Berolf von Bruke“ als Besitzer genannt. Im 14. Jahrhundert heiratete Graf Gerhard I. von Randerath in die Familie ein und gab dem Anwesen seinen Namen. Später gab es auch Verknüpfungen zur berühmten Familie des Reitergenerals Jan van Werth aus Büttgen. Von der dreiflügeligen Hofanlage aus dem Mittelalter blieb ein Teil des Wassergrabens sowie die Umfassungsmauer. Auf den umliegenden Weiden grasen Pferde und Hühner finden ihren Auslauf.

Das von der Straße zu betrachtende Wohnhaus wurde im 19. Jahrhundert auf dem alten Grund neu errichtet und befindet sich in Privatbesitz. Die beiden Gebäudeflügel des Stepprather Hofes stammen aus dem 19. Jahrhundert. Sie ruhen auf den Fundamenten einer weit größeren mittelalterlichen Hofanlage, einem Lehenshof Liedbergs. 1508 war Johann von Stepprath der Burgmann, als Rittmeister hatte er im Dreißigjährigen Krieg gedient. Seine Familie behielt den Hof bis zum Jahr 1700, danach wechselten die Pächter und Besitzer. Bis heute ist ein ausgedehntes Grabensystem  ringsum erkennbar.

Der historische Brungshof ist an der Überseite zu finden. Er ist beispielsgebend für neue Nutzungskonzepte in alten Mauern. Tagungen und Feiern können hier ausgerichtet werden.

Seit 1870 finden Gottesdienste in der St. Dionysius Pfarrkirche mitten im Ort statt. Der Backsteinbau ist eine typische, dreischiffige neugotischen Basilika mit Querschiff. Der Westturm ist davor gesetzt. Ein weiterer Turm fällt in Kleinenbroich auf: Es handelt sich um die Backstein-Windmühle aus dem 18. Jahrhundert im holländischen Stil. Sie liegt außerhalb des Ortes an der L 361 und war bis 1934 in Betrieb. Der mehrgeschossige Bau mit Kugelhaube dient heute als privates Wohnhaus.

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