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Die Natur genießen und achten

Luft, Boden und Wasser. Feld, Wald und Wildtiere. Menschen, Häuser und Verkehr. Unsere Umwelt ist ein Mobilee aus vielen Teilen. Balance ist gefragt. Bereits kleine globale und lokale Veränderungen können große Auswirkungen haben. Hier stellen wir Initiativen und Ideen dazu aus unserer Stadt vor. Außerdem finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.  

Aktuelles Umweltthema

Herkulesstaude am Wegesrand/Feld

Vorsicht: Herkulesstaude und Eichenprozessionsspinnerraupe im Stadtgebiet
Die Herkulesstaude ist ein imposantes Staudengewächs, das nicht ganz ungefährlich ist. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft, der zum Beispiel beim Abbrechen des Stengels austritt, kann zu erheblichen Hautreizungen mit Rötungen, Schwellungen bis zu Blasenbildungen und Läsionen der Haut – ähnlich wie bei Verbrennungen - führen.
Der Falter des Eichenprozessionsspinners selbst ist ungefährlich, doch die feinen Haare der Raupen sind für den Menschen gesundheitsgefährdend. Eine Raupe besitzt fast 700.000 Brennhaare. Die fast unsichtbaren Haare dringen leicht in die Haut und die Schleimhaut ein, setzen sich an Kleidung und Schuhen fest und rufen bei jedem Kontakt eine neue toxische Reaktion hervor. An der Haut kommt es zu Knötchen und Quaddeln, kleineren Entzündungen und starkem Juckreiz. In beiden Fällen gilt: Vermeiden Sie möglichst jeden Kontakt! Herr Dr. Verjans vom Amt für Naturschutz, Landschaftspflege und Grundwasser gibt Ihnen gerne weitere Tipps.

Täglich neu entscheiden

Umweltbewusstes Verhalten fängt im Alltag an. Muss ich mich mit dem Auto von A nach B bewegen? Oder kann ich das Fahrrad nutzen, wie die Initiative "Stadtradeln" es empfiehlt? Wenn ich bei lokalen Erzeugern kaufe, muss mein Essen nicht um den halben Globus reisen, ehe es auf meinem Teller landet. Ich kann Müll vermeiden und den anfallenden Abfall sorgfältig trennen. Tipps und Vorschriften dazu stehen im Korschenbroicher Abfallkalender. Gartenbesitzer können einen Komposthaufen anlegen. Im Sommer kann man sich bei Trockenheit um das Gießen der Bäume und Büsche im offentlichen Grün kümmern. Übrigens regelt die Baumschutzsatzung, welche Arten beispielsweise nicht gefällt werden dürfen und welche Maßgaben bei Ersatzpflanzungen gelten.

  • Fahrzeuge kreuzen auf Landstraße zwischen Liedberg und Pesch
  • Schild Milchtankstelle
  • Blühstreifen mit Löwenzahn bei Lüttenglehn
  • Wasserfläche in der Bruchlandschaft mit Farn und Bäumen
  • buntes Insektenhotel aus Steinen und Naturmaterialien
  • Blick auf abgesägte Baumstämme im Wald

Die Stadt kümmert sich darum, dass Insekten auf Brachen und Ackerrandstreifen Lebensraum finden. Totholz bleibt im Wald liegen als Siedlungsraum für beispielsweise Käfer und Pilze. Insektenhotels stehen auf allen Obstwiesen der Stadt. Diesen Beispielen kann man im privaten Grün folgen. Wer sich darüber hinaus engagieren möchte, kann politisch tätig werden, sich einer Naturschutz-Gruppe oder einem entsprechenden Verein anschließen. Man kann viele Zeichen setzen pro Umweltschutz und Artenvielfalt. Dazu gehört auch der Arbeitseinsatz im Amphibienschutz oder im Rahmen des einjährigen "Bundesfreiwilligendienstes". Namensendungen wie -aue, -broich oder -bruch weisen schon darauf hin, dass sich weite Teile des Stadtgebietes auf ehemals sumpfigem Bruchwald befinden. Beim Spaziergang im Hoppbruch ist diese niederrheinische Landschaftsform  anschaulich zu erleben. Eingriffe in den Grundwasserhaushalt - bedingt durch den Braunkohleabbau in der Region - halten die Grundwasserstände künstlich niedrig. Endet der Kohleabbau, drohen Grundwasserschäden an vielen Häusern. Um dem entgegenzuwirken, arbeiten der Rhein-Kreis Neuss, der Erft-Verband und die Stadt Korschenbroich gemeinsam an der Kappung von Grundwasserspitzen.   

Einen Baum pflanzen

Mehrere Spaten im Kreis aufgestellt auf der Hochzeitswiese mit jungen Bäumen im Hintergrund

Zu besonderen Anlässen können Bürgerinnen und Bürger einen Obstbaum stiften und pflanzen. Dazu stehen im Pescher Hoppbruch und an der Raderbroicher Trietaue sogenannte Hochzeitswiesen bereit. Der Anlass kann beispielsweise die grüne, Silber- oder Goldhochzeit sein, ein Firmenjubiläum, ein runder Geburtstag oder eine Taufe. Dieser wiederbelebte Brauch schafft neue Streuobstwiesen. Sie sind traditionelle bäuerliche Landschaftselemente unserer Gegend. Am jeweiligen Baum kann eine Hinweistafel angebracht werden mit Namen, Anlass und Datum. Man hat die Wahl zwischen Apfel, Birne, Pflaume und Walnuss. Gepflanzt wird im Frühling und im Herbst. Die Pflege der Bäume übernimmt die Stadt. Spendende bekommen eine Urkunde und ein fünfzehnjähriges Ernterecht. Weiter Infos und den Flyer zum Antrag finden Sie im Bürgerserviceportal.

Flora und Fauna erkennen

Storch auf Straßenlaterne in Schlich

Ein Storch auf einer Straßenlaterne in Schlich? Viele Vogelarten leben bei uns oder legen eine Rast auf ihrer Reise ein. In Zusammenarbeit mit der Vogelschutzgruppe hat die Stadt eine umfangreiche Artenliste aller bei uns vorkommenden Vögel erstellt. Sie führt 173 Arten auf, die als Brutvögel oder Nahrungsgäste beziehungsweise Durchzügler bei uns gesichtet wurden. Der Steinkauz ist dabei und der Silberreiher, der Turmfalke und das Rotkehlchen. Die Liste enthält auch Angaben zum Status, zur Verbreitung, Gefährdung und zu den spezifischen Ansprüchen der jeweiligen Arten. Auch für heimische Schmetterlinge, Amphibien und Pflanzen gibt es eine entsprechende Erfassung.

Engagement im Klimaschutz

Windräder vor gepflügtem Acker bei Lüttenglehn

Im Arbeitskreis Klimaschutz für Korschenbroich machen Verbände, die Politik und die Stadtverwaltung mit. Sie haben die Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen im Blick, unter anderem durch die Einsparung von Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien. Unternehmen finden dazu nützliche Tipps beim Portal der IHK und auf den Seiten des Ökoprofitnetzes NRW. Wie man im privaten Bereich Energie und Geld sparen kann, hat das Umweltbundesamt zusammengefasst. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und seine Kooperationspartner haben für Pendler ein Portal der Fahrgemeinschaften eingerichtet. Tipps zur energiesparenden Gebäudesanierung gibt es vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstandt und Energie des Landes NRW. Ob sich eine Solar- oder Photovoltaikanlage auf dem eigenen Haus lohnt, bekommt man über das "Solar-Potenzial-Kataster" des Rhein-Kreises Neuss heraus. Hier findet man auch Hinweise auf die Eignung des eigenen Hauses für ein Grünbedachung. Die Stadt selbst hat in den vergangenen Jahren viele Energiesparpotenziale erkannt und genutzt. Darunter fällt der Austausch der Leuchtkörper in öffentlichen Gebäuden oder die umfangreiche Sanierung des Zu- und Abluftsystems im Hallenbad.

Der Rat der Stadt Korschenbroich hat am 23. Mai 2019 den Lärmaktionsplan der 3. Runde abschließend beschlossen. Dieter Hoffmans gibt Ihnen gerne nähere Informationen zum Lärmaktionsplan.